Geographie und Lage der Insel Bali

Die Insel Bali liegt etwa acht Grad südlich des Äquators im indischen Ozean zwischen den Nachbarinseln Java und Lombok. Das Gebiet umfasst noch einige kleinere Inseln in Balis Nähe namens Nusa Penida, Nusa Lembongan und Nusa Ceningan. Die Zusammengehörigkeit von Bali und Nusa Penida ist der Grund für die balinesische Bezeichnung der Insel Bali „Nusa Dua“, was so viel wie „Zwei Inseln“ bedeutet.
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Bali gehört zum seit 1945 bestehenden und am 27. Dezember 1949 von den Niederlanden unabhängig gewordenen Indonesien und ist von der Insel Java, auf der die Indonesische Hauptstadt Jakarta liegt, gerade einmal durch die 2,5km breite Bali-Straße getrennt. Bali wird zu den kleinen Sunda-Inseln gezählt und ist die westlichste von ihnen.

Die Insel ist vulkanischen Ursprungs, was an den hohen und teilweise noch aktiven Vulkanbergen deutlich sichtbar ist, die etwa drei Viertel ihrer Fläche bedecken. Insbesondere die beiden höchsten Berge, der Gunung Agung („Großer Berg“, 3031m) und der Gunung Batur (1717m) sind aktive Vulkane.

Die vulkanischen Aktivitäten werden hervorgerufen durch zwei aufeinander treffende Kontinentalplatten, die Australische Platte und Eurasische Platte (Sundaplatte und Sahul-Platte), die sich aufeinander zu bewegen.

Die Landschaft der Insel Bali

Die Landschaft Balis ist überaus vielfältig, was unter Anderem an der sog. Wallace-Linie liegt, der biologischen Grenze zwischen Asien und Australien, die zwischen der Insel Bali und der Nachbarinsel Lombok verläuft. Bali beheimatet somit ein Gemisch der Tier- und Pflanzenarten sowohl des asiatischen als auch des australischen Kontinents, sowie einige nur dort vorkommende Arten von denen so manche leider schon ausgestorben ist.

Der Süden der Insel wird von sattgrünen Reisterrassen und Palmenhainen bedeckt, der Osten wird durch spektakuläre Gebirgsregionen dominiert, während sich in Westen undurchdringliche Monsunwälder befinden die zu großen Teilen als Naturschutzgebiete ausgewiesen sind. Im Norden befinden sich schmale, oft landwirtschaftlich genutzte Küstenstreifen mit schwarzem Lavasand.

Angebaut werden auf der Insel Bali neben Reis in den berühmten Reisterrassen, vorwiegend Kaffee, Erdnüsse und Kokospalmen, sowie Gewürze und Früchte wie Bananen, Mangos, Papaya, Ananas oder die Passionsfrucht. Auch so manche aus dem heimischen Wohnzimmer bekannte Zierpflanze ist hier in der Natur zu finden. Weihnachtssterne und Orchideen sind hier oft zu sehen, im Süden wachsen sogar Kakteen.

Das Klima

Durch die Lage etwa acht Grad südlich des Äquators und damit in der wechselfeuchten monsunal-tropischen Klimazone ist das Klima Balis tropisch warm mit hoher Luftfeuchtigkeit. In den Monaten von November bis März setzt ein aus Nordwesten kommender Monsunregen ein, der sich aber recht ungleichmäßig auf der Insel verteilt.
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Reisewetter Bali

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Durch die hohen Gebirgsketten bekommt der Süden etwa 2000mm Niederschlag, während sich der Norden mit 1000mm zufrieden geben muss, dafür fallen in den Bergen schon mal 3000mm. Die Temperaturen liegen im Jahresmittel bei angenehmen 24-34 °C.