Java – Quirlige Großstädte und imposante Vulkane

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Tempel und Paläste, Strände und Vulkane – auf der indonesischen Hauptinsel Java lässt sich der Trubel der Großstädte ebenso erleben wie das Erbe jahrhundertelanger wechselvoller Geschichte und das Naturschauspiel der Vulkane, die sich über die gesamte Insel verteilen. Liebhaber von Natur und Kultur sind auf Java ebenso willkommen wie Badegäste, die in eine neue, exotische Welt eintauchen möchten. Das Team von sunda-spirit.com möchte Ihnen die Schönheit der Insel Java näherbringen, Sie entführen in einen perfekten Urlaub, Ihnen das Besondere zeigen. Ob Sie Java auf eigene Faust erkunden möchten, eine Pauschalreise bevorzugen oder unseren individuellen Reiseservice in Anspruch nehmen, auf diesen Seiten finden Sie alle nötigen Informationen.

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[/artikel-vorschau][hr]Java ist mit etwa 1000 Kilometern Länge zwar nicht die größte Insel Indonesiens, hat aber enorme Bedeutung für den Inselstaat. Sie beherbergt gut die Hälfte der Einwohner Indonesiens ebenso wie Jakarta, die lebhafte Hauptstadt Indonesiens. Java gehört zu den vier großen Sunda-Inseln. Direkt in östlicher Nachbarschaft befindet sich Bali, die „Insel der Tausend Tempel“, im Nordwesten schließt sich Sumatra an. Die fünf Provinzen Banten und Jawa Barat im Westen, Jawa Tengah im Zentrum, Jawa Timur im Osten und Yogyakarta an der Südküste sowie der Hauptstadtdistrikt Jakarta bieten für jeden Urlauber-Geschmack etwas. Am besten bereist man Java mit einigen Wochen Zeit im Gepäck.

Das Klima und die Vegetation auf Java sind ebenso vielfältig wie die kulturellen Einflüsse, die die Insel insbesondere in den letzten Jahrhunderten geprägt und sich zum Teil aus engstem Raum vermengt haben. Die Insel bietet Metropolencharakter insbesondere in Jakarta neben ländlich geprägten Regionen und zahlreichen Nationalparks. Kulturinteressierte finden ebenso wie Naturliebhaber unzählige Sehenswürdigkeiten vor.
Das Klima auf Java teilt sich auf in das beständig feuchte Tropenklima im Westen sowie das vom Monsun bestimmte Klima auf dem Rest der Insel mit starken jahreszeitlichen Schwankungen zwischen Trockenheit und Regenzeit.

Durch wechselnde Herrschaften, Eroberungen, Einwanderer und nicht zuletzt die lange niederländische Kolonialzeit entstand auf Java ein bunter Mix sehr unterschiedlicher Kulturen: zu den Javanern und Sundanesen gesellten sich Chinesen, Japaner, Inder, Araber und Europäer. Während vor vielen Jahrhunderten der Hinduismus und Buddhismus vorherrschten, ist heute der überwiegende Teil der Bevölkerung muslimischen Glaubens. Daneben haben Christentum, Hinduismus und Buddhismus ihren festen Platz.
Daher bilden zahlreiche Sultanspaläste, Tempelanlagen, Moscheen, Gebäude aus der Kolonialzeit und Museen ein fast unerschöpfliches Reservoir an Sehenswürdigkeiten in vielen Regionen der Insel. Java ist landschaftlich sehr stark vom Vulkanismus geprägt – die Vulkane reihen sich in Ost-West-Richtung fast wie an einer Perlenschnur aneinander. Einige von ihnen sind aktiv, andere derzeit inaktiv oder verhältnismäßig harmlos, so dass sie sich gefahrlos erkunden lassen.

Mehrere Flughäfen sind an den internationalen Flugverkehr angebunden, dienen aber auch dem Flugverkehr innerhalb Javas zu zahlreichen weiteren Regionalflughäfen, um große Distanzen zwischen den einzelnen Regionen der großen Insel zu überbrücken. Wer Java langsam erkunden möchte, kann auf ein gut ausgebautes Eisenbahnnetz zurückgreifen. Der internationale Flughafen Soekarno-Hatta der Hauptstadt Jakarta ist sogar mit Direktflügen von Deutschland aus erreichbar. Auch Surabaya, Yogyakarta, Semarang, Surakarta und Bandung werden aus dem Ausland angeflogen.

Jakarta und Westjava

Skyline von Jakarta, Java, Indonesien

Die Skyline von Jakarta kann mit der jeder anderen Metropole locker mithalten. Foto: © Daxiao Productions / Shutterstock

Wer es lebhaft mag, begibt sich auf Entdeckungsreise in einer der großen Städte auf Java. Jakarta im Nordwesten als Hauptstadt mit nahezu zehn Millionen Einwohnern im inneren Stadtgebiet sowie fast 30 Millionen Einwohnern in der zweitgrößten Metropolregion der Welt ist hierbei sicherlich ein guter Ausgangspunkt. Jakarta hat den Status einer Provinz und gliedert sich in fünf Verwaltungsdistrikte. In der Bucht von Jakarta mündet der Fluss Ciliwung, weshalb dieser Ort früh eine große Bedeutung als Hafenstadt erlangte. Bis vor gut hundert Jahren war Sunda Kelapa der Haupthafen der Insel. Heute ist der Hafen Tanjung Priok der betriebsamste Hafen in ganz Indonesien mit Fracht- und Fährverkehr. Die wechselvolle Geschichte der Hauptstadt Jakarta lernt man am anschaulichsten im Museum Sejerah Jakarta kennen, aber auch zahlreiche Denkmäler und frühere Verwaltungsgebäude zeugen davon. Viele der historischen Gebäude in Jakarta wurden restauriert. Die Kultur in Jakarta wurde eher von den Bekawis beeinflusst, den ehemaligen Händlern und Arbeitern. Typisch ist etwa die Musikgattung Gambang Kromong. Die Tanjidor-Marschmusik unterlag starken europäischen Einflüssen. Die Traditionen der einheimischen Pribumi, also der Javaner und Sundanesen spielen in diesem Teil der Insel Java eine eher untergeordnete Rolle.

Die Lage von Jakarta direkt am Meer bietet kurze Wege zum Meeresnationalpark mit der Inselgruppe Kepuluan Seribu. Mehrere hundert Koralleninseln, die meisten davon unbewohnt, bieten ein Paradies für Badenixen, Schnorchler, Taucher und andere Wassersportler. Größere Inseln wie Pulau Kelapa und Pulau Bidadari bieten auch Übernachtungsmöglichkeiten und Discos. Im Botanischen Garten von Bogor, etwas weiter im Landesinneren am Rande der Metropolregion gelegen, lassen sich mehrere tausend Pflanzenarten bestaunen – neben Palmen, riesigen Bäumen und Orchideen ist der stark riechende Titanenwurz die wohl größte Attraktion. Bandung beherbergt zahlreiche Gebäude aus der niederländischen Kolonialzeit. Für den Badeurlaub auf Java eignen sich am besten der Fischerort Pangandaran an der Südwestküste sowie insgesamt die Westküste der Insel. Zum Teil finden sich aufgrund des vulkanischen Ursprungs Strände mit schwarzem Sand. An der Grenze zu Zentraljava liegt mit der Hafenstadt Cirebon ein Zentrum der Batikindustrie mit mehreren Sehenswürdigkeiten.

Zentral- und Ostjava

Ein Must-See für Touristen ist die Stadt Yogyakarta in der gleichnamigen Provinz südlich von Zentraljava, die an die Südküste Javas grenzt. Kulturinteressierte finden hier alles, was das Herz begehrt. Nicht nur die vielen Universitäten machen Yogyakarta zum Bildungszentrum. Kaum sonst irgendwo auf Java kann man so tief und umfassend in die traditionelle javanische Kultur hineinschnuppern. Denn ein großer Teil des Lebens spielt sich hier auf der Straße ab. Mit gut einer halben Million Einwohnern ist Yogyakarta im Gegensatz zu Jakarta recht überschaubar. Der Stadtteil Kota Gede lockt mit besonders vielfältigen Angeboten. Nach der Besichtigung des Jahrhunderte alten Sultanspalastes Kraton Ngayogyakarta Hadiningrat kann man über den großen Dorfplatz Alun-Alun Utara mit seinen Volksfesten und Märkten schlendern, auf den Straßen von Yogyakarta Textilien, Silberwaren oder Gewürze erstehen oder am Abend die Köstlichkeiten zahlreicher Garküchen probieren, während man auf Matten am Boden sitzt. Auf der Jalan Maliobro kann man nach Herzenslust lokale Handwerkskunst und die für für den Ort typische Batik bestaunen und käuflich erwerben.

Ein Abstecher zu den Tempelanlagen in der Nähe von Yogyakarta darf bei einer Java-Reise auf keinen Fall fehlen. Der buddhistische Tempel Borobodur aus dem achten Jahrhundert ist einer der bekanntesten seiner Art in ganz Südostasien. Die neun Terrassen symbolisieren die Weiterentwicklung des Menschen. Der hinduistische Gegenpart dazu ist die Tempelanlage Prambanan, die den Göttern Shiva, Brahma und Vishnu gewidmet ist. Auch wenn große Teile davon einem Erdbeben zum Opfer gefallen sind, ist vor allem der erhaltene Haupttempel sehr sehenswert. An Tagen mit gutem Wetter sieht man vom Stadtgebiet aus auf den knapp 40 Kilometer entfernt gelegenen aktiven Vulkan Merapi. Das Dorf Kaliurang an seinen Hängen gilt als beliebtes, aber nicht überlaufenes Ausflugsziel. Die Lage nahe am Meer bietet natürlich auch mehrere Strände, zum Teil mit schwarzem Sand wie in Parangtritis. Aufgrund starker Strömungen sind diese nicht zum Baden geeignet, bieten aber eine wunderschöne Kulisse.

Etwas weniger touristisch und ursprünglicher geht es etwas weiter nordöstlich in Surakarta zu. Mehrere Museen und Paläste wie den Mangkunegaran und den Kusunan gibt es auch hier zu besichtigen. Im Nordosten liegt Surabaya, nach Jakarta die zweitgrößte Stadt auf Java, mit ihrem großen Hafen und zahlreichen Einkaufszentren. Vier Millionen Menschen leben hier. Nicht weit ist es zur Nachbarinsel Madura, auf der im Spätsommer Ochsenrennen stattfinden. Beeindruckende Schöpfungen der Natur lassen sich in den Nationalparks rund um die Vulkane im Osten der Insel bestaunen. Eindrucksvoll ist vor allem der Ijen-Vulkankomplex in Jawa Timur, am östlichen Ende der Insel, mit mehreren Vulkanen und dem türkisfarbenen See Kawah Iden, der als „größtes Säurefass der Erde“ gilt. Nicht ganz so weit im Osten liegt der Tengger-Nationalpark. Der Gunung Semeru ist mit seinen 3.676 Metern der höchste Berg auf ganz Java. Mit dem Gunung Bromo hat sich ein neuer Vulkan innerhalb eines bestehenden, zehn Kilometer breiten Kraters gebildet. Der Berg Penanjakan bietet eine fantastische Aussicht auf diese Vulkane und zuweilen auch auf ihre Aschewolken.