Jakarta – Riesenmetropole mit indonesischer Kultur pur

Skyline von Jakarta, Java, Indonesien

Die Skyline von Jakarta kann mit der jeder anderen Metropole locker mithalten. Foto:
© Daxiao Productions / Shutterstock

Wer Java besucht, wird mit großer Wahrscheinlichkeit in Jakarta landen und von dort wieder abfliegen – nur einer von vielen Gründen, die indonesische Hauptstadt unbedingt mit in das persönliche Reiseprogramm mit aufzunehmen. Denn die Vielfalt an Kultur, an Shopping-Möglichkeiten und Naturerlebnissen in Jakarta und seiner Umgebung ist überwältigend. Die Skyline der Großstadt bietet mit ihren zahlreichen Wolkenkratzern mittlerweile einen atemberaubenden Anblick – vor allem bei Nacht. Einen Kontrast dazu bilden die gewachsenen Viertel und zahlreiche Parks in und um Jakarta, in denen man im Großstadttrubel ein wenig Ruhe finden kann.

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[/artikel-vorschau][hr]Mit fast zehn Millionen Einwohnern allein im eigentlichen Stadtgebiet ist Jakarta die größte Metropole in Südostasien. Hinzu kommen weitere große Städte in der immer weiter zusammenwachsenden Metropolregion Jabodetabek – früher Jakotabek – so dass in dieser Gegend im Nordwesten von Java gut 28 Millionen Menschen leben. Der Name setzt sich zusammen aus den Großstädten Jakarta, Bogor, Depok, Tangerang und Bekasi.
Jakarta bildet eine eigene Provinz auf der Insel Java und hat deshalb keinen Bürgermeister, sondern einen Gouverneur als Oberhaupt. Das Stadtgebiet teilt sich in fünf Verwaltungseinheiten auf: Jakarta Pusat (Zentrum), Jakarta Barat (Westen), Jakarta Selatan (Süden), Jakarta Timur (Osten) und nicht zuletzt den Bezirk Jakarta Utara (Norden), von dem ein beträchtlicher Teil im Meer liegt.

Das Stadtgebiet von Jakarta liegt in einer Ebene an einer Bucht und grenzt direkt an die Javasee. Hier mündet der Fluss Ciliwung. Wie im gesamten Nordwesten Javas herrscht auch in der Hauptstadt Indonesiens ein feuchtes Tropenklima mit einer Hauptregenzeit zwischen Dezember und März. Die Geschichte von Jakarta ist sehr bewegt und hat daher äußerst unterschiedliche Spuren hinterlassen, die nicht nur diese Stadt, sondern ganz Java so abwechslungsreich machen. Die noch nachvollziehbaren Ursprünge liegen im Hindu-Königreich Pajajaran, zu dessen Haupthafen dieser Ort wurde. Dieser Hafen war als Handelsplatz natürlich auch für die expandierenden Seefahrernationen früherer Jahrhunderte interessant und entsprechend umkämpft.

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Während der langen niederländischen Kolonialherrschaft trug die Stadt den Namen Batavia. Nachdem Indonesien Ende der 40er Jahre im letzten Jahrhundert seine Unabhängigkeit erlangte, wuchs Jakarta unaufhaltsam bis zu seiner heutigen Größe.

Indonesische Kultur und Natur erleben

Wer das Meer liebt und gerne Ausflüge macht, ist in Nord-Jakarta entlang der Bucht bestens aufgehoben. Draußen im Meer wartet die Inselgruppe Kepulauan Seribu auf einen Besuch. Nur wenige dieser etwa 130 Inseln sind bewohnt. Ab der Marina Ancol kann man die Inseln bequem per Schnellboot erreichen. Der nördliche Teil ist seit 2002 ein Nationalpark, in dem schutzbedürftige Schildkrötenarten leben. Neben zahlreichen Riffs findet man hier eine sehr umfangreiche Flora und Fauna. Ein tolles Ausflugsziel direkt an der Küste ist Taman Impian Jaya Ancol, ein Teil des Resorts Ancol Bay City. Diese Ansammlung mehrerer Vergnügungsparks ist auch als Ancol Dreamland bekannt und die größte ihrer Art in ganz Südostasien. Die Parks locken mit Themenwelten, Shows, Tieren und natürlich zahlreichen Fahrgeschäften. Wasserratten und Rutschenfans kommen im Atlantis Water Adventure auf ihre Kosten.

Ein weiterer Vergnügungspark ist Taman Mini Indonesia Indah im Südosten des Stadtgebietes. Hier liegt der Schwerpunkt darin, traditionelle indonesische Häuser und deren Einrichtung zu zeigen. Südlich von Jakarta in Bogor sind im Botanischen Garten mehrere tausend Pflanzenarten zu sehen. Ausgangspunkt für historische Entdeckungsreisen ist die Altstadt Kota am Ostufer des Flusses Ciliwung. Sie wird oft auch immer noch als Batavia bezeichnet. Der alte Rathausplatz Taman Fatahillah im nördlichen Zentrum beherbergt mehrere restaurierte Kolonialgebäude. Herzstück ist das Museum Serajah Jakarta, das einen auch in seinem Inneren in die Kolonialzeit entführt. Gleich in der Nachbarschaft befinden sich das Wayang-Museum, das dem Besucher das in Südostasien verbreitete Puppentheater näherbringt, das Keramikmuseum und weitere Museen. Toko Merah, ursprünglich der Sitz des aus den Niederlanden stammenden Gouverneurs Baron van Imhoff, stammt aus dem Jahr 1730.

Nationalmuseum Gedung Gajah, Jakarta, Java, Indonesien

Das Nationalmuseum Gedung Gajah in Jakarta ist für sich schon eine Reise wert. Foto: © Aleksandar Todorovic / Shutterstock

Etwas weiter im Süden kann man im Nationalmuseum Gedung Gajah die Geschichte und Kultur Indonesiens erkunden. Den Namen trägt es nach einer Elefantenstatue aus Bronze im Eingangsbereich. Ein Besuch des Nationaldenkmals, das den Kampf um die Unabhängigkeit Indonesiens symbolisiert, darf auf keinen Fall fehlen. Dieses 137 Meter hohe Monumen Nasional mit Aussichtsplattform steht ganz in der Nähe inmitten einer riesigen Parkanlage und bietet beste Aussicht über Jakarta. Im Westen der Altstadt haben sich die Chinesen ihr eigenes Viertel erhalten können. Glodok wird auch als Chinatown Jakartas bezeichnet. Über die Stadt verteilen sich viele weitere Museen, Tempel und Moscheen.

Ganz im Norden im Subdistrikt Penjaringen liegt der historische Hafen Sunda Kelapa und mit ihm das Meeresmuseum Museum Bahari, das in alten niederländischen Lagerhäusern eingerichtet wurde. Hier mündet der Fluss Ciliwung in die Javasee. Der frühere Haupthafen von Jakarta beheimatet heutzutage malerische Segelschiffe, sogenannte Pinisi, die vor allem dem innerindonesischen Frachtverkehr dienen. Im Süden Jakartas, im Stadtteil Gelora, steht mit Gelora Bung Karno eine der größten Sportarenen der Welt. Das indonesische Nationalstadion konnte bis zu seinem Umbau gut 100.000 Zuschauer fassen. Weitere Sportanlagen befinden sich in seinem unmittelbaren Umfeld.

Hinkommen und Herumkommen

Auch wenn der öffentliche Nahverkehr in Jakarta nicht so gut ausgebaut ist, wie man es aus den westlichen Metropolen kennt, kommt man damit dennoch gut in der Stadt herum. Statt U-Bahnen greift man auf dieselbetriebene Busse und das Eisenbahnnetz zurück, das zum Teil als Hochbahn ausgeführt ist. Vor allem das moderne Bussystem von TransJakarta bietet viel Komfort und nutzt eigene Fahrspuren, was auf den chronisch überfüllten Straßen in Jakarta ein unschlagbarer Vorteil ist. Die Altstadt mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten liegt in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Jakarta Kota. Verschiedene Eisenbahnlinien führen ins Umland von Jakarta und zu den anderen Städten auf Java. Westlich von Jakarta bei Tangerang liegt der internationale Flughafen Soekarno-Hatta, der von den Javanern auch nach dem angrenzenden Distrikt Cengkareng genannt wird. Dieser ist über eine Schnellstraße angebunden. Vom Haupthafen im Subdistrikt Tanjung Priok gelang man mit der Fähre zu den anderen Inseln Indonesiens.

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Anreise nach Jakarta:

Jakarta liegt in der Bucht von Jakarta (Teluk Jakarta) an der Mündung des Ciliwung, an der Nordwestküste der Insel Java und ist die Hauptstadt Indonesiens. Vom internationalen Flughafen Sukarno-Hatta sind es etwa 25 Minuten Fahrt mit dem Taxi bis ins Zentrum Jakartas.

Koordinaten: Süd 6°13 Ost 106°51

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Übernachten in Jakarta

Die Hotels in Jakarta verteilen sich vor allem auf einem Streifen von Nord-Jakarta über das Zentrum bis in den Süden der Stadt. Die Auswahl ist groß: Von den großen internationalen Hotelketten bis hin zu kleinen, familiären und landestypischen Hotels ist für jeden Geschmack und in allen wichtigen Stadtvierteln etwas dabei. Insbesondere bei Rucksacktouristen sind die zahlreichen Hostels und Jugendherbergen in der Jalan Jaksa südlich des Monumen Nasional beliebt.

Ausgehen und Shopping

Die Metropole Jakarta schläft fast nie. Entsprechend üppig fällt das Nachtleben aus. Neben dem Zentrum von Jakarta ist vor allem die Jalan Falatehan in Kebayoran Baru, einem Subdistrikt von Süd-Jakarta, ein guter Ausgangspunkt für nächtliche Entdeckungsreisen. Hier schließt sich mit Blok M ein beliebtes Einkaufs- und Geschäftsviertel mit mehreren großen Malls an.
Auch der chinesisch geprägte Stadtteil Glodok in der Nähe der Altstadt mit seinen vielen Restaurants und Läden bietet sich für einen abendlichen Besuch an. Über das Stadtgebiet verteilen sich an die 200 große Shopping-Malls. Hier finden sich große Modelabels ebenso wie lokale indonesische Waren, gutes Essen und zahlreiche Entertainment-Angebote.

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