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Gili Air / Aer

Cidomo auf den Gili Inseln, Indonesien

Ein Cidomo auf Gili Air. Diese einspännigen Pferdekutschen nutzen Einheimische wie Touristen zur Fortbewegung auf den Gili Inseln. Foto: © Galyna Andrushko / Shutterstock

Die Gili Air ist eine kleine Sandinsel direkt vor der Nordwestküste Lomboks. Sie gehört zu den drei berühmten „Gili Inseln“ Gili Air, Gili Meno und Gili Trawangan, die seit Jahrzehnten Reisende aus aller Welt anlocken. Wie ihre beiden Schwestern ragt die 173 Hektar große „Wasserinsel“ Gili Air nur wenige Meter über das Wasser hinaus. Sie ist die am dichtesten besiedelte der drei Gillis, wobei dicht relativ ist, mit knapp 1400 Einwohnern verläuft das Leben hier dennoch sehr geruhsam. Unter Touristen ist die Gili Air zwar wohlbekannt und es existiert eine entsprechende Infrastruktur, ausserhalb der zumeist sehr kleinen Hotels hat sie sich ihren ganz eigenen Charakter aber bewahren können. Der Reiz dieser Insel liegt in ihrer friedlichen Atmosphäre und der Mischung aus Tradition und Moderne.

Auf den ersten Blick wirkt sie eher beschaulich, es gibt keinen großen Hafen, keine Industrie und keinen Smog, es liegen nur einige Boote vor der Küste. Motorisierte Fahrzeuge sucht man hier vergeblich und auch asphaltierte Strassen gehören nicht zum Bild. Dafür gibt es an jeder Ecke Fahrräder auszuleihen. Wer nicht laufen oder Radfahren möchte, der kann ein Cidomo nehmen. Das sind einspännige Pferdekutschen die bunt verziert gar nicht zu übersehen sind. Sie dienen vor allem den Einheimischen als Transportmittel, werden aber auch von Touristen gerne genutzt. Alternativ lässt es sich sehr gut zu Fuß laufen, der schneeweiße und weiche Sandstrand führt einmal komplett um die ganze Insel herum. Gesäumt von Palmenhainen ist der Weg in knapp zwei Stunden stressfrei zu bewältigen.

Wer den Trampelpfaden ins Inselinnere folgt, der stößt auf ein kleines Dorf. Holzhäuser gruppieren sich um eine Moschee und das Leben geht geruhsam seinen Gang. Die Bewohner des Dorfes kommen ursprünglich von Sulawesi und werden als Orang Bugis bezeichnet. Sie sind Besuchern gegenüber sehr aufgeschlossen und stets freundlich. Die Menschen hier leben ausser von den Einnahmen des Tourismus auch vom Fischfang, den Kokospalmen und Rinder- bzw. Ziegenzucht. Neben den traditionellen Holzhäusern und der Moschee, gibt es für Besucher einige eher ruhige Strandbars und Restaurants, die auch während des Ramadan für Touristen geöffnet haben. An fangfrischem Fisch und sonstigen Meerestieren mangelt es natürlich nicht.

Neben Backpackern, Individualreisenden und Tauchern fühlen sich auch Familien hier sehr wohl. Die Unterkünfte sind gut, es findet sich für jeden das Passende. Wem es mal langweilig werden sollte, der kann sich in zahlreichen kleinen Bibliotheken Bücher aus aller Welt ausleihen. Diese wurden meist von Backpackern zurückgelassen die sie nicht weiter mit sich herumtragen wollten und nun stehen sie jedermann zur Verfügung.

Auf der Insel gibt es einige Internetcafes und Telefone, indonesische Telefonkarten sind vor Ort erhältlich und mittlerweile bieten einige Restaurants auch WIFI. Mit Kreditkarten kommt man nicht all zu weit, aber es gibt Geldautomaten. Die sind allerdings nicht immer gut gefüllt, eine lückenlose Versorgung ist also nicht sicher. Es ist somit ratsam, immer genügend Bargeld für einige Tage dabei zu haben. Im Notfall lässt sich Geld auch in einigen kleinen Geschäften und Warungs abheben, natürlich mit entsprechenden Gebühren. Im Krankheitsfall gibt es auf der Gili Air eine kleine Klinik und für kompliziertere Fälle ist Lombok ja nicht weit

Weltberühmt ist die Insel auch wegen ihrer Unterwasserwelt mit traumhaften Riffen direkt vor der Küste. Viele davon wurden leider durch rücksichtslose Bootsführer, Souvenirjäger und das mittlerweile verbotene Fischen mit Dynamit zerstört, aber einige sind intakt und geben traumhafte Tauch- und Schnorchelplätze ab. Die schönsten Stellen befinden sich im Süden, Südosten und Nordosten der Insel. Taucher finden nördlich des Eilandes eine Unterwasserquelle die mit dem Boot erreichbar ist. Rund um die Gili Air leben zudem Meeresschildkröten, die bis zu 70cm groß sind und inzwischen streng geschützt werden.


Anreise zur Gili Air:

Von Mataram, der Hauptstadt Lomboks, fährt man in etwa 35 Minuten bis nach Bangsal, dem Hafen von dem aus die Boote zu den Gilis starten. In einem der traditionellen Holzboote dauert die Überfahrt knapp 15 Minuten. Buchbar ist sie problemlos vor Ort, die Bewohner Lomboks sind flexibel und hilfsbereit.

Koordinaten: Süd 8°21’29.17 Ost 116°04’56.20

Tauchspots der Gili Air / Aer

Air Wall, Air Slope / Batfish Point, Hans Reef / Frogfish Point, Teluk Nara, Japanisches Wrack, Simons Reef, Takat Malang

Aktivitäten

Wer das gemütliche Sitzen in einer Strandbar zu den Aktivitäten zählt, der kommt auf Gili Air voll auf seine Kosten. Das Leben scheint hier immer etwas langsamer zu verlaufen als im Rest der Welt und das Wetter ist tropisch schön. Ansonsten locken zahlreiche Tauch- und Schnorchelspots vor der Küste, einige Tauchschulen verleihen Ausrüstung, organisieren Touren und geben Tipps. Die Unterwasserwelt ist an Artenreichtum kaum zu überbieten und selbst Schnorchler sind regelmäßig begeistert. Der Strand und die Pfade im Inselinneren laden zu ausgedehnten Erkundungstouren ein und es gibt an jeder Ecke Fahrräder zu leihen.

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