Gili Meno

Menschenleerer Strand auf der naturbelassenen Gili Meno, Indonesien

Solche menschenleeren Strände finden sich auf der Gili Meno zuhauf. Die Insel ist kaum bewohnt und bietet noch weitgehend unberührte Natur. © Aleksandar Todorovic / Shutterstock

Die Gili Meno ist ein kleines Eiland vor der Nordwestküste der indonesischen Insel Lombok. Sie gehört zur unter Reisenden nur als „Gili Inseln“ bekannten Dreiergruppe Gili Air, Gili Meno und Gili Trawangan, die alle drei nur wenige Meter über den Meeresspiegel hinausragen. Die Gili Meno liegt zwischen ihren Schwestern Air und Trawangan und ist in etwa so groß wie Gili Air. Sie wird nur von etwa 400 Menschen bewohnt die neben dem Tourismus vom Kokosnussanbau und vom Fischfang leben, Entsprechend ruhig ist es dort. Eine bescheidene touristische Infrastruktur ist zwar vorhanden, aber teilweise schwer zu finden. Dafür sind Flora und Fauna in einigen Teilen der Insel noch völlig unberührt. Die wenigen Resorts befinden sich allesamt in traumhaften Lagen und der umlaufende feine Sandstrand ist teilweise fast menschenleer.

Das, in Kombination mit dem kristallklaren Wasser und der reichhaltigen Unterwasserwelt macht die Gili Meno zu einem Eldorado für naturbegeisterte und ruhesuchende Urlauber. Taucher und Schnorchler kommen schon knapp vor der Küste voll auf ihre Kosten. Zwar sind viele der Riffe schwer beschädigt, vor allem durch das jahrelang praktizierte und mittlerweile verbotene Dynamitfischen, aber es gibt noch genug intakte Tauchstellen. Auch die bis zu 70cm langen Riesenschildkröten lassen sich wieder beobachten, seit sie streng geschützt werden. Zwar scheint der Fischreichtum hier etwas geringer zu sein als auf Gili Air und Gili Trawangan, aber an der Nord- und Nordostküste finden sich die recht seltenen blauen Korallen.

Der Einstieg zu den Tauch- und Schnorchelstellen ist bei Flut einfach, bei Ebbe aber etwas anstrengend, da man dann über die scharfkantigen Korallen hinwegsteigen muss. Auch sollte etwas auf die Strömung geachtet werden, die weiter draußen recht stark sein kann. Vor Ort gibt es kleinere Tauchschulen die Ausrüstung verleihen, Touren organisieren und den Besuchern mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Motorisierte Fahrzeuge gibt es auf den Gilis nicht, auch asphaltierte Straßen gehören nicht zum Bild das sich dem Besucher bietet. Die Fortbewegung erfolgt zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Cidomo, den für die Inseln typischen einspännigen Pferdekutschen. Diese reich verzierten Gefährte dienen vor allem den Einheimischen als Fortbewegungsmittel, aber auch von Touristen werden sie gerne genutzt. Fahrräder lassen sich ebenfalls ausleihen, aber die Wege sind ohnehin kurz. Die Insel ist zu Fuß in 1,5 Stunden zu umrunden und auch die Pfade ins Innere sind durchaus Fußgängertauglich.

Rund um den Anlegesteg gruppieren sich ein paar Bungalowanlagen und Strandbars, die sog. Promenade ist nur ein Sandweg am Ufer und auf den ersten Blick erscheint die Insel sehr unscheinbar. Aber genau das macht letztendlich ihren Reiz aus. Im Inselinneren liegt ein kleines ursprüngliches Dorf mit der obligatorischen Moschee und im Nordwesten befindet sich ein kleiner Salzsee. Dieser sorgt für ein bizarr schönes Landschaftsbild und er wird zur Meersalzgewinnung genutzt.

Vogelpark Taman Burung

Seit einigen Jahren hat die Gili Meno eine neue Attraktion und zwar den 300 Meter vom Bootssteg entfernten Vogelpark Taman Burung. Rund 300 exotische Vögel lassen sich hier bewundern. Der einst recht beliebte Komodo-Waran der hier lebte und in einigen Reiseführern erwähnt wird, ist allerdings vor geraumer Zeit verstorben. Der Eintritt liegt bei 50.000 Rp (Stand 2014), der Park hat von 9 bis 17 Uhr geöffnet

[map lon=“116.057388″ lat=“-8.350469″ zoom=“14″ resize=“false“ files=“meno.csv“][/map]
[info align=“right“]

Anreise zur Gili Meno:

Von Mataram, der Hauptstadt Lomboks, fährt man in etwa 35 Minuten bis nach Bangsal, dem Hafen von dem aus die Boote zu den Gilis starten. Die Überfahrt zur Gili Meno dauert je nach Boot 15 bis 30 Minuten und kann aufgrund der Wellen manchmal etwas wackelig werden.

Auch zwischen den Inseln gibt es regelmäßige Verbindungen, meist mit Holzbooten für 20-25 Passagiere. Zudem gibt es Bootsverbindungen von Balis Padang Bai, Benoa und Nusa Dua zur Gili Trawangan. Buchbar ist das alles problemlos vor Ort.

Koordinaten: Süd 8°21’01.69 Ost 116°03’26.60

[/info]

Tauchspots der Gili Meno

Bounty Wrack, Meno Slope, Meno Wall, Simons Reef, Takat Malang, Secret Reef

Aktivitäten

Neben dem Besuch des Vogelparks und dem Salzsee im Nordwesten lässt es sich auf Gili Meno wunderbar entspannen. Der feine weiße Sandstrand geht in kristallklares und türkisfarbenes Wasser über. Alles zu genießen von einer der kleinen Strandbars aus oder beim Sonnenbaden im Sand.

Taucher und Schnorchler finden sehr gute Tauchstellen, im Norden und Nordosten gibt es die seltene blaue Koralle. Tauchschulen vor Ort sorgen für Ausrüstung und Orientierung.

 

Zurück zur Übersicht Lombok