Die Elefantenhöhle Goa Gajah / Goa Gaja

Elefantenhöhle Goa Gajah, Bali

Das Heiligtum Goa Gajah heißt Elefantenhöhle, seit Forscher das Relief als Elefantenkopf angesehen haben

Goa Gajah ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Insel Bali. Die auch als Elefantenhöhle bekannte Anlage liegt etwa 6 Kilometer von Bedulu entfernt in Balis Zentrum und zieht Besucher aus aller Welt magisch an. Obwohl die Anlage vermutlich aus dem 11. Jahrhundert stammt, wurde sie erst 1923 von einem niederländischen Archäologen wiederentdeckt. Woher der Name Elefantentempel stammt ist nicht ganz klar, denn Elefanten hat es auf Bali damals nicht gegeben. Die wurden erst in der letzten Zeit als Touristenattraktion eingeführt.
Ein Hinweis findet sich in einem Lontar-Text, dem Palmblattmanuskript Nagarakertagama in dem ein buddhistischen Priester von seinem Leben am Elefantenfluss im Jahre 1365 berichtet, dem Lwa Gajah oder heute Fluß Petanu oder Pakrisan Fluss, an dem Goa Gajah liegt. Im Inneren der Höhle befindet sich eine Ganesha-Statue, möglicherweise wurde das Heiligtum auch nach dem indischen Elefantengott benannt. Neben ihm enthält sie allerdings zahlreiche altbalinesische Dämonendarstellungen deren Herkunft und Bedeutungen teilweise noch nicht geklärt sind und auch Buddhastatuen gibt es darin. Die Anlage zählt damit zu den interessantesten altbalinesischen Kunstwerken. Man betritt die T-förmige Höhle durch ein Portal mit einem riesigen Dämonengesicht, dessen Herkunft ebenfalls nicht wirklich klar ist, der aber einem Elefantenkopf ähnelt. Möglicherweise erkannte der Entdecker der Anlage im Relief über dem Höhleneingang fälschlicherweise einen Elefantenkopf anstatt der Dämonenmaske.

Einige Theorien gehen davon aus, dass die Dämonenfratze die Hilflosigkeit des Menschen gegenüber Göttern, Dämonen und Natur ausdrücken soll. Vielleicht wird auch der Riese Pasupati dargestellt, der einst den Berg Mahameru in zwei Teile spaltete und damit die beiden großen Vulkane Gunung Agung und Gunung Batur erschuf. Übrigens die Vorlage für das candi bentar, das sich in fast allen Tempelanlagen findet. Es könnte aber auch Boma sein, der Gott der Tore und Übergänge, Sohn der Götter Visnu und Basundari oder die Hexe Calon Arang, eine Figur aus der balinesischen Mythologie. Oder etwas ganz anderes und bislang völlig unbekanntes. Genutzt wurde die Höhle ebenso vielseitig, möglicherweise diente sie zunächst shivaitischen Eremiten als Mönchsklause, danach folgten vermutlich Buddhisten. Zumindest finden sich einige Buddhastatuen in und um die Höhle, sowie eine etwa 1000 Jahre alte Statue der buddhistischen Dämonen-Gottheit Hariti. Hindus waren ebenfalls dort, denn auch der hinduistische Gott Ganesha findet sich und die göttliche Trinität aus Brahmā, Visnu und Siwa. Offenbar koexistierten Buddhismus und Hinduismus damals friedlich nebeneinander.

Eine der Besonderheiten der Höhle ist die exakte Nord-Süd-Ausrichtung des Eingangs, der in diesem Fall auch auf der in Bali sehr wichtigen Berg-Meer-Achse (Kaja-Kelod Prinzip) liegt. Das kann kaum Zufall sein, denn die Höhle wäre an vielen anderen Standorten ebenfalls möglich gewesen und sie folgt keiner natürlichen Felsöffnung. Offensichtlich wurde ihr Platz mit voller Absicht genau so gewählt. Der hintere Querraum folgt damit einer Ost-West-Ausrichtung, am Westende steht die Ganesha-Statue, am Ostende die göttliche Trinität. Ebenfalls auffällig ist die perfekte Symmetrie und der Eingang, Balis einziges Tor das einer solchen Fratze gleicht. Der Oberkiefer befindet sich über dem Eingang, der Unterkiefer ist die Schwelle.

Im Jahre 1954 wurden einige dazugehörende Quellen mit großen Wasserbecken gefunden, die vermutlich zum Baden und zur Entnahme von heiligen Wasser dienten. Diese mit kunstvollen steinernen Quellnymphen (bidadari, wadadari) verzierten Becken liegen direkt vor der Höhle und sind nach Männern und Frauen getrennt. Es wird hier ein altjavanesischer Einfluss vermutet, das Wasser gilt als heilig und es werden ihm magische Kräfte zugeschrieben. Neben der Hauptanlage befindet sich der kleine Tempel Pura Taman. Etwa einen Kilometer entfernt liegt das Quellheiligtum Yeh Pulu mit seinem imposanten Steinrelief. Der Zugang erfolgt über einen Fußpfad. Auf dem Weg liegen die Reste einiger Relief-Stupas, die von den darüber hängenden Felsen herabgestürzt sind. Am Fluss Petanu finden sich einige Buddhastatuen die darauf hindeuten, dass sich hier einst ein buddhistisches Kloster befunden hat.

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Anreise nach Goa Gajah:

Bedulu liegt einige Kilometer östlich der Künstlerstadt Ubud, direkt an der Straße nach Klungkung. Etwa sechs Kilometer westlich des Ortes liegt das Gelände der Elefantenhöhle. Zu erreichen sind Dorf und Goa Gajah entweder mit dem Auto, dem Taxi oder den öffentlichen Bussen. Zudem kennt jeder Reiseführer die Tempelanlage und viele Hotels bieten Touren dorthin an.

Koordinaten: Süd 8°31’22.98 Ost 115°17’16.39

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Aktivitäten

Neben der Elefantenhöhle Goa Gajah und dem direkt davor liegenden Badeplatz mit den Quellnymphen befindet sich ganz in der Nähe der kleine Tempel Pura Taman.

Etwa einen Kilometer entfernt und über einen Fußpfad erreichbar liegt das Felsrelief Yeh Pulu und in der Nähe am Flussufer einige Buddhastatuen. Auf dem Weg durch Palmenhaine und Reisfelder sieht man die Reste einiger Relief-Stupas, die von den darüber hängenden Felsen herabgestürzt sind. Am Fluss Petanu finden sich einige Buddhastatuen die darauf hindeuten, dass sich hier einst ein buddhistisches Kloster befunden hat.

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Hotels bei Goa Gajah

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