Gesundheit und Risiken in Indonesien

Indonesien ist ein tropisches Land mit einem feuchtwarmen Klima das einen idealen Nährboden für Bakterien und Viren aller Art darstellt. Von daher ist das Risiko an
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bakteriellen Infektionen zu erkranken in Indonesien auch höher als in Deutschland. Es ist also sinnvoll, sich rechtzeitig vor Reiseantritt ein paar Gedanken zum Thema Gesundheit zu machen und sich entsprechend vorzubereiten.

Generell ist es für einen gesunden Menschen kein Problem Indonesien zu bereisen, je nach Zielregion sind aber eine Dinge zu beachten. Die wichtigsten Fakten haben wir folgend für Sie zusammengestellt. Weitere Angaben für die einzelnen indonesischen Inseln entnehmen Sie bitte den Detailseiten.

Essen und Trinken

Vorsicht beim Essen ist der generelle Rat für Fernreisende, da über 20 – 80% aller Reisenden an Durchfallerkrankungen leiden. Für den Verzehr von Speisen in Ländern mit Hygienemängeln ist folgender Merksatz besonders wichtig: Schäl es, koch es, grill es oder vergiß es (Peel it, boil it, grill it, or forget it)

Essen und Trinken kann man in Indonesien also problemlos wenn die Speisen gekocht oder gut durchgebraten werden, die indonesische Küche sollte man sich keinesfalls entgehen lassen.
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Gesundheit Bali
Gesundheit Lombok

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Früchte sollten nur dann verzehrt werden, wenn sie schälbar sind. Bei Bananen besteht beispielsweise kein Risiko, Früchte die mit Schale genossen werden, sind problematisch.

Es gibt in Indonesien auch Früchte und Speisen, die dem europäischen Magen unbekannt sind. Hier können durchaus Unverträglichkeiten auftreten, etwas Vorsicht ist also angebracht. Reisende sollten beim Trinkwasser- und Nahrungsmittelkonsum einige Grundregelungen beachten.

Trinken Sie kein Wasser aus der Wasserleitung. Nehmen Sie alle Getränke nur aus versiegelten Flaschen zu sich, auch zum Zähneputzen. Besonders in Straßenrestaurants werden häufig bereits geöffnete Wasserflaschen serviert, die Leitungswasser enthalten. Verzichten Sie auf Eiswürfel!

Der Verzehr von Obst ist nur unbedenklich, wenn es geschält wurde. An der Schale haften oft Krankheitserreger, die durch Waschen allein nicht beseitigt werden können. Aus demselbsen Grund sollten Sie Salate meiden. Kaufen Sie keine in Plastikfolie verpackte Nahrungsmittel, beispielsweise aufgeschnittenes Obst. Der Genuss von rohem Fleisch, Meeresfrüchten oder Gemüse ist grundsätzlich nicht zu empfehlen. Erst das Erhitzen tötet die Krankheitserreger.

Verzichten Sie am besten auf Milchprodukte (auch auf abgepackte Ware) und Tiefkühlprodukte. Oft wird die Kühlkette bei Transport und Lagerung unterbrochen. Vorsicht geboten ist auch vor dem kalten Büffet im Hotel; oft stehen die Speisen stundenlang auf dem Tisch.

Auch gehören neben Durchfall speziell Typhus, Poliomyelitis, Hepatitis A und Hepatitis E und verschiedene Parasitenerkrankungen zu den Infektionen, die man sich auf Reisen beim Unachtsamkeit beim Essen und Trinken zuziehen kann. Kontaminierte Speisen und Getränke sind die häufigste Infektionsquelle. Die beste Schutzmaßnahme ist große Vorsicht bei der Wahl und Zubereitung von Speisen und Getränken. Das Aussehen der Nahrungsmittel bietet keinen Anhaltspunkt für ihre Gefährlichkeit bzw. Ungefährlichkeit.

Vorsicht beim Essen auf Reisen heißt: Man kann nicht immer dort essen, dann essen, das essen, wo man, wann man und was man essen möchte. Als wichtigste individuelle Vorbeugungsmaßnahme sollte man stets von der Annahme ausgehen, dass nicht pasteurisierte Milch sowie ungekochte Nahrungsmittel, mit Ausnahme von Gemüse und Obstarten, die geschält oder enthülst werden können, wahrscheinlich kontaminiert und somit gesundheitsgefährdend sind.

Bei gekochten Speisen sollte man sich auf Reisen vergewissern, dass sie gut gegart und frisch gekocht, d.h. kochend heiß, sind. Vorgekochte Speisen müssen bei einer Temperatur von unter 10°C oder über 60°C aufbewahrt werden. Warmgehaltene Speisen stellen eines der größten Risiken für Lebensmittelinfektionen dar.

Heißer Tee und Kaffee sind für gewöhnlich risikofreie Getränke, ebenso Bier und Wein. Spezielle Desinfektionstabletten für Leitungswasser oder die Verwendung von zusätzlichen Filteranlagen an Wasserhähnen können in Betracht gezogen werden, sofern eine zuverlässige Desinfektionswirkung erwiesen ist z.B Micropur. Insbesondere in der ersten Jahreshälfte enthalten einige Fischarten, sebst im gut gegarten Zustand, Giftstoffe (z.B. Ciguatera-Fischvergiftung). Informieren Sie sich vor Ort.

Gegen Hepatitis A, eine Infektionskrankheit, die über Nahrungsmittel übertragen wird, gibt es seit 1992 eine aktive Schutzimpfung, die einen Schutz von ca. 30 Jahren gewährleistet. Gegen die ebenfalls über verunreinigte Lebensmittel übertragene Hepatitis E, die insbesondere für Schwangere eine große Gefahr darstellt, gibt es keinen Impfschutz.

Bei Durchfall ist es wichtig, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen, vorzugsweise eine spezielle und auch von Kindern akzeptierte salz- und glukosehaltige Lösung, wobei folgende Zusammensetzung empfohlen werden kann: 1l Orangensaft, 1 Teelöffel Kochsalz, 2 Eßlöffel Zucker

Impfungen und Einreise

Eine spezielle Impfpflicht besteht bei Einreise nach Indonesien nicht. Die einzige Ausnahme wäre die Einreise aus einem Gelbfiebergebiet. In diesem Falle müsste aber nicht nur eine Impfung nachgewiesen, sondern auch eine Quarantäne eingehalten werden.

Gelbfieber-Impfbescheinigung erforderlich bei Einreise aus: Angola, Äquatorialguinea, Argentinien, Äthiopien, Benin, Bolivien, Brasilien, Burkina Faso, Burundi, Ecuador, Elfenbeinküste, Franz. Guayana, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Guyana, Kamerun, Kenia, Kolumbien, Kongo, Rep., Kongo, Dem. Rep., Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Panama, Paraguay, Peru, Ruanda, Senegal, Sierra Leone, Sudan, Suriname, Togo, Trinidad & Tobago, Tschad, Uganda, Venezuela, Zentralafr. Republik

Empfohlen werden für Indonesien die Standardimpfungen, die für Kinder und Erwachsene im Impfkalender des Robert-Koch-Institutes angegeben werden. Siehe dazu www.rki.de. Zu diesen Impfungen gehören beispielsweise Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Poliomyelitis (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln (MMR) und Influenza. Für Indonesien wird auch eine Hepatitis A
 Impfung empfohlen und eine Impfung gegen Tollwut ist unerlässlich.

Bei längeren Aufenthalten, Reisen ausserhalb der besiedelten Gebiete oder wenn intensiver Kontakt zu Menschen oder Tieren zu erwarten ist, sind auch Impfungen gegen Hepatitis B, Typhus und Japanische Enzephalitis sinnvoll.
 Eine Impfung gegen Bauchtyphus wird für Aufenthalte über 2 Wochen für manche Reisegebiete empfohlen. Fragen Sie bitte rechtzeitig vorher Ihren Arzt. Der Impfpass sollte immer mitgeführt werden, falls einer vorhanden ist.
[info align=“left“]Hilfreiche Links:

Gute Krankenhäuser findet man schnell hier:
www.hospitalscout.com/de/H…

Institut für Tropenmedizin in Berlin mit reisemedizinischer Beratungsstelle:
tropeninstitut.charite.de

Abt. Infektions- und Tropenmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität München:
www.klinikum.uni-muenchen.de/Abte…

Institut für Tropenmedizin der Universität Tübingen:
www.medizin.uni-tuebingen.de/Fors…

Sektion Infektionskrankheiten und Tropenmedizin, Medizinische Klinik und Poliklinik der Universität Ulm:
www.uniklinik-ulm.de/index.php?id=17531

Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V.
www.dtg.org/

Länder- und Reiseinformationen des Auswärtigen Amtes:
www.auswaertiges-amt.de

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Krankheiten und Gegenmaßnahmen

Das tropische Klima in Indonesien begünstigt die Entstehung und Verbreitung einiger Krankheiten mit denen in Europa eher nicht zu rechnen ist. Die Kenntnis zu diesen Krankheiten ist für Reisende sehr wichtig um sich schützen zu können. Folgend finden Sie einige der in Indonesien anzutreffenden Krankheitsbilder, welche davon an welchem Ziel anzutreffen sind, erfahren Sie auf den Seiten zu den einzelnen Inseln. Bitte informieren Sie sich vor Reiseantritt über die aktuelle Situation, siehe Weblinks.

Ein erhöhtes Infektionsrisiko ohne Impfmöglichkeit besteht u.a. für: Darminfektionen, Denguefieber daher ist die Mitnahme von Perenterol (Durchfallmedikament sowie Elektrolytlösung wie z.B „Elotrans Granulat“) aus Deutschland zu empfehlen.

Malaria

Die Malaria ist eine in tropischen Gebieten weit verbreitete Krankheit, die durch den Stich der blutsaugenden und nachtaktiven Anopheles-Mücke übertragen wird. Der Name Malaria leitet sich ab vom lateinischen mala aria für schlechte Luft, sie aus den Sümpfen steigt.

Die Krankheit wird auch Sumpf- oder Wechselfieber genannt. Der Erreger ist ein einzelliger Parasit der Gattung Plasmodium. Die Übertragung von Mensch zu Mensch ist nahezu ausgeschlossen, mit Ausnahme der Übertragung von der Mutter auf das ungeborene Kind. Schwangere Frauen sollten also auf eine Reise in Malariagebiete entweder verzichten, oder eine gute Prophylaxe sicherstellen. Der Gang zum Arzt vor Reiseantritt ist in diesem Fall unerlässlich.

Die Symptome der Malaria sind hohes Fieber das periodisch wiederkehrt, Schüttelfrost, Krämpfe und Beschwerden des Magen-Darm-Trakts. Bei Kindern und geschwächten Personen oder unbehandelt kann die Malaria bis zum Tod führen. Man unterscheidet drei Verlaufsformen der Malaria, Malaria tropica, Malaria tertiana und Malaria quartana. Wobei eine Unterscheidung nur aufgrund der Symptome nicht möglich ist. Es sollte bei Auftreten von Symptomen immer von der schweren Form der Malaria tropica ausgegangen werden. Die Inkubationszeit liegt zwischen 12 und 50 Tagen, je nach Form, aber auch die schwere Form kann noch Monate nach dem Aufenthalt in einem Malariagebiet ausbrechen.

Speziell bei unzureichender Prophylaxe kann der Krankheitsverlauf verschleppt werden. Im Fall des Auftretens der Symptome ist eine schnelle Vorstellung beim Arzt unumgänglich, ihm sollte die Reise in das Malariagebiet möglichst genau geschildert werden, damit er eine exakte Diagnose stellen kann.

Malariarisiko in Indonesien

Das Malariarisiko in Indonesien besteht das ganze Jahr über, wobei einige Regionen stärker betroffen sind als andere. Gebiete ganz ohne Risiko gibt es in Indonesien aber nicht. Ein hohes Risiko besteht auf den Inseln die östlich von Bali liegen, inklusive Lombok und den Gili-Inseln, sowie in den tieferen Gebieten von Papua, auf den Molukken, Sumba, Sumbawa und Timor.

Ein mittleres Risiko besteht auf Borneo (Kalimantan), Sulawesi (speziell im Norden und Zentrum), im Hochland von Neu Guinea, auf Sumatra und den restlichen Inseln Indonesiens. Ein geringes Risiko sieht man derzeit auf Bali und dem größten Teil von Java, die Großstädte im Norden Javas gelten sogar als weitgehend Malariafrei. Genauere Informationen zum Malariarisiko auf den indonesischen Inseln finden Sie auf den Detailseiten, siehe Menue oben auf dieser Seite.

Mückenschutz

Der beste Schutz gegen die Malaria ist der Schutz gegen die Stiche der Anopheles-Mücke (Expositionsprophylaxe). Es wird körperbedeckende Kleidung empfohlen, also lange Hosen und lange Hemden, Insektenschutzmittel auf allen freien Körperstellen und nachts die Verwendung eines Moskitonetzes. Auch der Aufenthalt in klimatisierten Räumen schützt, denn Mücken fliegen nicht vom Warmen ins Kalte. Bewährte Insektenschutzmittel sind Deep Off, Care Plus Deet oder NoBite.

Eine Impfung gegen Malaria existiert trotz intensiver Forschung nicht. Es gibt allerdings Medikamente, die das Risiko einer Erkrankung an Malaria verringern. Auf dem deutschen Markt sind dazu Tabletten zur Chemoprophylaxe erhältlich, die vor und während der Reise eingenommen werden. Oder Medikamente zur Selbstbehandlung, sog. Standby-Therapie, die im Falle einer Infektion selbst verabreicht werden können. Die Auswahl dieser Medikamente erfordert aber immer den Gang zum Arzt. Denn es müssen Neben- und Wechselwirkungen berücksichtigt werden, sowie die persönliche Konstitution des Reisenden. Ohne Rezept sind die Medikamente ohnehin nicht erhältlich.

Tollwut

Auf einigen Indonesischen Inseln ist die Tollwut ein Problem. Vor allem von den Inseln Java, Kalimantan, Sumatra, Nias und Flores wurden Fälle gemeldet. Sogar auf Bali kam es gehäuft zu Infektionen mit tödlichem Ausgang, nachdem die Insel bis 2008 als tollwutfrei gegolten hatte.

Der Kontakt mit wilden oder vermeintlich zahmen Tieren, insbesondere streunenden Hunden und Katzen sollte unbedingt vermieden werden, auch Ratten übertragen die Krankheit. Bei Reisen mit erhöhtem Risiko ist eine Tollwutimpfung angeraten. Bei Bissverletzungen oder auch Kontakt von Tieren zu Schleimhäuten und offenen Wunden ist sofort ein Arzt zu konsultieren. Je nach Region kann es schwierig werden ärztliche Hilfe zu bekommen und die nötigen Medikamente zur Postexpositionsprophylaxe (also nach einem Biss) sind selbst in den touristischen Gebieten Indonesiens nicht immer ausreichend vorhanden. Zumal die Behandlung maximal einige Stunden nach der Infektion erfolgen muss.

Die Tollwut ist eine Virusinfektion. Sie verursacht bei Tieren und Menschen eine akute, fast immer tödlich verlaufende Enzephalitis (Gehirnentzündung). Es gibt bislang kein Heilmittel, lediglich eine Impfung vor einer Infektion oder bis einige Stunden danach ist wirksam. Ausgelöst wird die Krankheit meist durch das Rabiesvirus. Die meisten warmblütigen Tiere können mit der Tollwut infiziert werden, weit bekannt ist der aggressive Hund mit Schaum vor dem Mund. Aber auch Katzen, Füchse, Wölfe, Flughunde, Affen, Ratten und andere häufig anzutreffende Tiere können Überträger sein und nicht immer sind sie als krank erkennbar. Infizierte Tiere können auch sehr ruhig und zutraulich erscheinen, was besonders bei streunenden Hunden und Katzen oder auch Affen (Affenwälder auf Bali), dazu verleitet, sie zu streicheln oder zu füttern.

Nach Schätzungen der WHO sterben jedes Jahr etwa 55.000 Menschen an Tollwut, 56% davon in Asien. Ohne Impfung oder Behandlung nach einem Biss verläuft die Krankheit innerhalb von 15 bis 90 Tagen tödlich. Der Erreger sitzt im Speichel des betroffenen Tieres, so sind nicht nur Bisswunden gefährlich sondern auch der Kontakt des Speichels mit offenen Wunden oder den Schleimhäuten des Menschen.

Vogelgrippe

Auch in Indonesien ist die klassische Geflügelpest, auch Vogelgrippe genannt, aufgetreten und die meisten der 33 Provinzen meldeten infiziertes Geflügel. Seit 2005 kamen auch menschliche Erkrankungen vor, überwiegend auf Java, Sumatra, Bali und Sulawesi. Die Behörden rechnen aber nach wie vor mit weiteren Fällen. Viele der bekannten Infektionen verliefen tödlich, in allen Fällen gab es aber vorher einen intensiven direkten Kontakt mit infizierten Tieren.

Reisenden wird empfohlen den Kontakt zu lebendem Geflügel und Vögeln, sowie zu rohem Fleisch dieser Tiere unbedingt zu vermeiden. Gegrillt, beispielsweise in Form der beliebten Sate-Spieße, ist der Verzehr aber unbedenklich. Auch bei Katzen kamen Infektionen vor, aber auch diese ließen sich auf Geflügel zurückführen und der Kontakt zu Katzen ist aufgrund der Tollwutgefahr ohnehin besser zu vermeiden.

Dengue Fieber


Das Dengue-Fieber ist in Indonesien eine gehäuft vorkommende Krankheit. Im Volksmund auch Dandy-Fieber oder Knochenbrecherfieber genannt bzw. international Dandy fever oder break bone fever, wird das Dengue-Virus durch den Stich der tagaktiven Aedes Mücke übertragen.

Es ist das weltweit häufigste hämorrhagische Fieber, die Zahl der Erkrankungen hat sich von 1960 bis 2010 verdreißigfacht. Insbesondere die Globalisierung sorgt für eine rasante Verbreitung der Überträger. Das Dengue Fieber ist von der Malaria anhand der Symptome und der Übertragung kaum zu unterscheiden. Im Gegensatz zu malariaübertragenden Anopheles-Mücke ist die Aedes Mücke aber tag- und Nachtaktiv.

Die Symptome sind häufig unspezifisch und ähneln zunächst denen einer schwere Grippe. Es kann aber auch zu inneren Blutungen kommen in schweren Fällen kann es zum Tode führen. Bisher gibt es gegen das Dengue Fieber keine Impfung und auch keine wirksame Behandlung. Die Therapie sorgt ausschließlich für die Linderung der Beschwerden. Das Übertragungsrisiko besteht in Indonesien das ganze Jahr über, vermehrt allerdings zur Regenzeit und allgemein in feuchten Gebieten, da diese von der übertragenden Mücke bevorzugt werden. Die einzige wirksame Maßnahme gegen eine Infektion ist ein guter Mückenschutz.

Durchfallerkrankungen und Infektionen


Durchfall (Diarrhö) ist in tropischen Regionen eine unangenehme Begleiterscheinung der Reise. Durch das feuchtwarme Klima können sich Keime und Bakterien deutlich schneller vermehren, als das in Europa der Fall ist. Hinzu kommen ungewohnte Speisen, Stress während und nach der Anreise oder gar während des Urlaubs. Vermeiden lassen sich Erkrankungen durch eine sorgfältige Hygiene. Das Leitungswasser in Indonesien ist nie trinkbar, auch zum Zähneputzen sollte es nicht verwendet werden. Trinkwasser in Flaschen ist überall zu bekommen, denn es wird ja auch von der einheimischen Bevölkerung genutzt. Im Notfall kann das Leitungswasser gut abgekocht werden.

Nahrungsmittel sind dann sicher, wenn sie gekocht oder gut durchgebraten sind. Früchte nur, wenn sie vor dem Verzehr geschält werden können. Fliegen und andere Insekten müssen von der Nahrung stets ferngehalten werden, Lebensmittelreste dürfen nicht herumliegen. Händewaschen mit Seife ist obligatorisch, speziell vor der Essenszubereitung. Der oft empfohlene Schnaps nach dem Essen ist mit Vorsicht zu genießen. Das tropische Klima kann schnell zu einer verstärkten Wirkung des Alkohols führen. Zudem ist Indonesien ein muslimisches Land, der Genuss von Alkohol ist nicht überall gern gesehen.

Wunden aller Art, auch kleinste Schnittverletzungen oder Insektenstiche, müssen in den Tropen stets gut gereinigt und desinfiziert werden. Danach sind sie zu beobachten, treten Entzündungen auf, muss sofort ein Arzt konsultiert werden.

HIV / Aids


Indonesien gilt zwar nicht als Ziel für Sextouristen und ist auch nicht für seine ausschweifenden Sexualpraktiken bekannt, dennoch ist HIV / Aids ein weitverbreitetes Problem. Ungeschützter Sexualverkehr ist wie überall auf der Welt zu vermeiden, aber auch unsaubere Spritzen, Transfusionsbestecke oder auch Tätowiernadeln sind ein Risiko.

Jetlag

Durch die große Zeitverschiebung bei Reisen von Europa nach Indonesien ist die Gefahr eines Jetlag nicht zu unterschätzen. Dabei kommt der Schlaf-Wach-Rhythmus des Menschen durcheinander. Die Folgen reichen von Müdigkeit über Kreislaufprobleme bis hin zu ernsteren Erkrankungen. Empfindliche Menschen sollten vor Antritt der Reise einen Arzt konsultieren, alle anderen zumindest vor und nach der Reise genug Ruhe einplanen. Mehr dazu unter: Zeit und Zeitverschiebung … >>



Sonnenbrand und Sonnenstich

Indonesien liegt am Äquator, also in einem Gebiet mit maximaler Sonneneinstrahlung. Anders als in den Wüstenregionen dieses Planeten ist es in Indonesien aber feucht und oft bewölkt, die Sonne wird also nicht als all zu stark wahrgenommen. Was aber nicht ihre tatsächliche Kraft mindert, so besteht in Indonesien immer die Gefahr sich einen Sonnenbrand zuzuziehen. Für ausreichenden Schutz durch langärmelige Kleidung, eine Kopfbedeckung und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor muss unbedingt gesorgt werden.

Ein Sonnenstich entsteht durch die andauernde direkte Sonnenbestrahlung von Kopf und Nacken. Das führt durch die entstehende Hitze zu einer Irritation der Hirnhaut und zu einer Entzündungsreaktion. Die Symptome sind Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit. Auch Benommenheit bis hin zu Bewusstseinsstörungen sind möglich. Verhindert wird ein Sonnenstich durch helle Kopfbedeckungen die das Sonnenlicht reflektieren und eine Begrenzung der Aufenthaltsdauer in der direkten Sonne. Speziell Kinder müssen sorgfältig geschützt werden.

Masern

Derzeit (Stand Feb. 2014) häufen sich Fälle von Masern bei Reisenden die von Bali zurückgekehrt sind. Reisende nach Indonesien sollten deshalb unbedingt vor Reiseantritt ihren Masernschutz kontrollieren. Die Häufigkeit der Übertragungen steigt in tropischen Regionen nach der Regenzeit übrigens an. Treten nach der Rückkehr Symptome wie Fieber, Magen-Darmbeschwerden und Hautausschlag auf, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Bei den Masern handelt es sich um eine hochansteckende Krankheit, eine rechtzeitige Diagnose kann schwere Krankheitsverläufe und eine Ausbreitung der Infektion im Umfeld des Betroffenen allerdings verhindern.

Die Masern kommen weltweit vor, mit regionalen Häufungen speziell in Entwicklungsländern, wo es auch zu besonders hohen Sterberaten durch Masern kommt. Der Erreger ist das Masern-Morbillivirus, jährlich sterben daran immer noch bis zu 875.000 Menschen. Die Masern sind sehr ansteckend, die Viren werden über die Luft sowie als Tröpfcheninfektion übertragen. Säuglinge verfügen noch über schützende Antikörper der Mutter, erkranken also innerhalb der ersten sechs Lebensmonate normalerweise nicht. Auch ungeborene Kinder sind von einer Erkrankung der Mutter nicht betroffen.

Die Inkubationszeit beträgt 9 bis 11 Tage, die Masern sind in der Regel verbunden mit Fieber, Schnupfen und rotem Hautausschlag. Häufig gesellen sich dazu Mittelohrentzündungen und Pneumonie, seltener auch Lungen- und Kehlkopfentzündung sowie Durchfall. Gefürchtet ist auch die durch das Virus verursachte Hirnhautentzündung, die in 30 Prozent der Fälle einen tödlichen Verlauf nimmt und in 20 Prozent der Fälle bleibende Schäden hinterlässt. Dazu gehören beispielsweise Spätschäden am Herzen.

Eine besondere Behandlung erfolgt normalerweise nicht, es werden meist nur die Symptome behandelt. In schweren Fällen können intensivmedizinische Maßnahmen nötig werden, ansonsten sind Bettruhe und ein dunkles Zimmer ausreichend. Ein Arzt sollte aber auf jeden Fall aufgesucht werden! Es gibt einen Impfschutz gegen die Masern, bestehend aus abgeschwächten Masernviren. Nähere Informationen hält jeder Arzt bereit, in der Regel werden die nötigen Impfungen im Kleinkindalter vorgenommen, müssen aber später aufgefrischt werden.

Vor Einführung der Heute üblichen Impfungen machten die meisten Menschen die Masern bis zum Ende ihrer Jugend durch. Danach ist man lebenslang immun dagegen.

Luftverschmutzung durch Waldbrände

Speziell in Kalimantan (Borneo) und Sumatra kommt es während der Trockenzeit zu großflächigen Waldbränden. Die starke Rauchentwicklung sorgt für intensiven und die Atemwege angreifenden Dunst. Menschen mit Atemwegserkrankungen sollten Reisen in diese Gebiete zur Trockenzeit vermeiden. Näheres muss vor Reiseantritt mit einem Arzt abgeklärt werden. Die aktuelle Situation lässt sich bei den für Deutschland zuständigen Auslandsvertretungen von Indonesien erfragen.

Reiseapotheke für Indonesien

Was die Reiseapotheke beinhalten sollte, hängt von Ihren persönlichen Bedürfnissen und der Reiseregion ab. In den größeren Städten oder den Touristengebieten kann auf eine spezielle Reiseapotheke getrost verzichtet werden. Mittel gegen Durchfall, Fieber und Schmerzen sowie Verbandstoff, Pflaster und Wunddesinfektion bekommt man vor Ort immer, Apotheken gibt es genug.

Lediglich spezielle Medikamente die man auch Zuhause regelmäßig nehmen muss, sollten mitgeführt werden. Es empfiehlt sich, eine Bestätigung vom Arzt beizulegen, dass dieses Präparat lebensnotwendig ist. Das beugt unangenehmen Missverständnissen vor, da deutsche Bezeichnungen in Indonesien selten bekannt sind und der deutsche Beipackzettel natürlich nicht weiterhilft. Selbstverständlich sollte die Bestätigung in englischer Sprache verfasst sein oder besser noch in indonesischer.

Falls eine Brille oder Kontaktlinsen notwendig sind, ist es ratsam die entsprechende Spezifikation mitzuführen um bei Bedarf schnell Ersatz beschaffen zu können. Auch hier gilt, in den größeren Orten sind Augenärzte und Optiker vorhanden, ausserhalb dieser Gebiete möglicherweise nicht. Reisende die auf ihre Sehhilfe angewiesen sind, sollten einen Ersatz dabeihaben.

Medizinische Versorgung


In Indonesien gibt es einige sehr moderne Kliniken, mit internationalem Personal und sehr guten Ärzten, die mit europäischem Standard durchaus mithalten können. Allerdings befinden sich diese Kliniken nur in den größeren Städten. Die touristisch gut erschlossenen Regionen bieten in der Regel auch gute Kliniken und Arztpraxen, die normale Verletzungen und Erkrankungen sicher in den Griff bekommen.

Ausserhalb ist die medizinische Versorgung in Indonesien nicht mit der in Europa vergleichbar. Sowohl technisch als auch hygienisch bleibt sie oftmals weit hinter gewohntem Standard zurück und in den abgelegenen Gebieten existiert gar keine ärztliche Versorgung.

Der Patient muss zudem die anfallenden Kosten sofort in bar bezahlen, ohne Geld erfolgt keine Behandlung. Der Abschluss einer entsprechenden Krankenversicherung mit Reiserückholversicherung ist absolut notwendig. Bitte klären sie ab, ob die Kosten auch bei Reisen in abgelegene Gebiete übernommen werden. Ebenfalls ist die Beratung durch einen Arzt bzw. Tropenmediziner rechtzeitig vor Antritt der Reise ratsam.

Nach der Reise

Einige der in den Tropen vorkommenden Erkrankungen zeigen ihre Symptome erst lange nach der Reise. Darunter können beispielsweise auch Malaria und Dengue-Fieber sein, aber auch andere Infektionen. Sollten nach Ihrer Reise, auch Monate später, Fieber, Grippe oder andere andere unerklärliche Krankheitssymptome auftreten, so konsultieren Sie unbedingt sofort einen Arzt. Weisen sie diesen auf Ihre Reise nach Indonesien hin, damit er entsprechend reagieren kann.

Beruflich unterwegs?

Ist Ihre Reise beruflich veranlasst? Dann ist hier eine Beratung und ggf. Untersuchung vor und nach Aufenthalt im Land durch einen nach dem berufsgenossenschaftlichen Grundsatz G35 „Arbeitsaufenthalt im Ausland unter besonderen klimatischen und gesundheitlichen Belastungen“ gesondert fachlich informierten Arbeitsmediziner erforderlich! Achtung dies kann bei Erkrankungen und Folgeschäden Versicherungsrelevant sein.

Fürsorgepflicht des Arbeitgebers gesetzlich geregelt, so zum Beispiel in Deutschland in §§ 617, 618 BGB, mehr dazu hier … >>; in der Schweiz in Artikel 328 Obligationenrecht.

Bitte beachten Sie

Es wird dringend empfohlen, sich rechtzeitig vor Reiseantritt bei einem Arzt über mögliche Risiken und die aktuelle Lage zu informieren. Denn die kann sich auch kurzfristig ändern und nur ein Arzt kann ihren persönlichen Gesundheitszustand beurteilen.