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Sicherheit in Indonesien

Sicherheit in Indonesien

Sicherheit in Indonesien

So wunderschön und faszinierend der Inselstaat Indonesien auch ist, es gibt doch einige Gefahren derer man sich bewusst sein sollte, möchte man das Land unbeschadet bereisen. Diese Gefahren ergeben sich zum einen aus den geografischen Gegebenheiten und zum anderen aus der politischen und wirtschaftlichen Situation des Landes.

Weitere Infos:

Sicherheit auf Bali
Sicherheit auf Lombok


Folgend versuchen wir Ihnen einen Überblick über die Risiken und die Sicherheit bei Reisen nach Indonesien zu vermitteln. Natürlich finden Sie hier nur eine Auswahl der möglichen Gefahren, je nach Reiseziel können diese stark variieren.

Detaillierte Hinweise zu den einzelnen Inseln finden Sie in der Auswahl rechts. Bitte informieren Sie sich rechtzeitig vor Reiseantritt über die aktuelle Lage, beispielsweise auf den Seiten des Auswärtigen Amtes.

Es ist sinnvoll immer eine Liste mit den wichtigsten Telefonnummern vor Ort dabeizuhaben. Es sind dies vor allem die Nummern der Deutschen Botschaft und der Konsulate, um im Notfall Hilfe zu bekommen.

Terrorgefahr

Wie mittlerweile in fast jedem Land dieser Erde besteht auch in Indonesien ein Risiko bezüglich terroristischer Aktivitäten. Am 17. Juli 2009 gab es zwei Terroranschläge auf die Hotels Ritz Carlton und J.W. Marriott in Jakarta. Seitdem hat sich die Lage dank dem entschiedenen Vorgehen der Sicherheitskräfte deutlich entspannt. Es konnten durch die umfassenden Ermittlungserfolge und durchgängigen Kontrollen weitere Anschläge am 12. April 2011 in Gading Serpong, im März 2011, am 15. April 2011 in Cirebon, West-Java und am 25. September 2011 in Zentraljava verhindert werden.

Dennoch können terroristische Aktivitäten nicht völlig ausgeschlossen werden, Reisenden wird empfohlen sich von größeren Menschenmengen und vor allem politischen Demonstrationen fernzuhalten. Besonders an christlichen Feiertagen wie Ostern oder Weihnachten ist Vorsicht geboten.

An touristisch stark frequentierten Orten oder Orten die mit dem westlichen Ausland in Verbindung gebracht werden, wurden die Kontrollen stark ausgebaut. Teilweise gibt es Einlasskontrollen und Gepäckstücke werden durchleuchtet. In den Teilen Indonesiens, in denen es ethnische oder religiöse Spannungen gibt, sollten westliche Reisende sehr vorsichtig sein. Das gilt derzeit vor allem für die Autonomieregion Aceh (Nordsumatra), für Papua bzw. West-Papua und die Molukken. In diesen Regionen kann es zu bewaffneten Übergriffen auf Reisende kommen, bitte informieren Sie sich vorab sehr sorgfältig über die Risiken, wenn Sie diese Gebiete bereisen möchten.

Piraterie

Die Straße von Malakka und das südchinesische Meer rund um die Inselgruppe Natuna sind derzeit durch Piraterie gefährdet. Von Schiffsreisen durch diese Gebiete ist abzuraten.

Naturereignisse in Indonesien

In Indonesien muss aufgrund der geografischen Lage mit einigen Naturereignissen gerechnet werden, darunter Vulkanausbrüche und während der Regenzeit massive Überschwemmungen.

Vulkane, Vulkanausbrüche und Erdbeben

Fast ganz Indonesien ist vulkanischen Ursprungs und die meisten der Vulkane sind auch heute noch aktiv. So muss in ganz Indonesien mit Erdbeben und Ausbrüchen gerechnet werden, die teilweise sehr ernste Ausmaße annehmen können. Kleinere Beben sind in Indonesien keine Seltenheit, aber auch diese sollten ernst genommen werden. Achten Sie im Zweifelsfall auf das Verhalten der Einheimischen.


Bitte informieren Sie sich vor Ihrer Reise über die aktuelle Situation, beispielsweise auf den Seiten des Auswärtigen Amtes. Denn oft ist der Flugverkehr beeinträchtigt oder gar ganze Regionen unzugänglich. Findet ein Erdbeben statt, so verlassen Sie falls möglich schnell das Gebäude in dem Sie sich befinden und entfernen Sie sich so weit wie möglich davon um im schlimmsten Fall nicht darunter begraben oder von umherfliegenden Teilen getroffen zu werden.

Ist das nicht möglich, so suchen Sie Schutz unter Matratzen oder Tischen. Häufig hört man den Hinweis, sich bei einem Erdbeben in den Türstock zu stellen, da dies der stabilste Teil eines Hauses sei. Das gilt allerdings nur für Gebäude in europäischer Bauweise mit stabilem Türsturz aus Beton. Die indonesische Bauweise ist leider oft nicht so stabil, so dass der Türstock kein guter Platz ist.

Hier eine Auswahl der letzten großen Ereignisse:

Am 26. Dezember 2004 fand ein Seebeben im Indischen Ozean vor der Nordwestküste Sumatras statt. Mit einer Stärke von 9,1 auf der Richterskala war es das drittstärkste Erdbeben das jemals gemessen wurde und das stärkste der jüngeren Geschichte Indonesiens.

Etwa 15 Minuten später straf eine bis zu 15 Meter hohe Tsunami-Welle auf die Westküste Sumatras und richtete besonders in den Regionen um Banda Aceh und Meulaboh große Schäden an. Es starben über 170.000 Menschen.

Am 27. Mai 2006 gab es in Zentral-Java bei Yogyakarta ein Beben der Stärke 6,2. 5800 Menschen starben, bis zu 57.800 wurden verletzt und 650.000 Menschen wurden obdachlos.

Seit dem 29. Mai 2006 bildet sich auf Java in der Nähe von Sidoarjo ein über 100°C heisser Schlammvulkan, tausende Menschen mussten bis Heute evakuiert werden, ein Ende ist nicht in Sicht.

Am 17. und 19. Juli 2006 ereigneten sich vor Java zwei starke Erdbeben mit anschließendem Tsunami. Am 6. März 2007 gab es in West-Sumatra ein Beben der Stärke 6,3. 70 Menschen starben, mehrere Hundert wurden verletzt. Sogar in Singapur wurden noch Hochhäuser evakuiert.

Am 16. November 2008 gab es ein Beben der Stärke 7,7 auf der Insel Sulawesi, am 4. Januar 2009 eines mit Stärke 7,2 auf West-Papua mit 18 Nachbeben bis Stärke 7,6.

Überschwemmungsrisiko

Speziell während der Regenzeit kann es in ganz Indonesien immer wieder zu massiven Überschwemmungen kommen. Davon bleiben auch die großen Städte, internationale Flughäfen und die Touristengebiete nicht verschont. Bei Reisen während der Regenzeit sollten Sie also immer genug Zeit einplanen und idealerweise auch eine Ausweichroute. Aktuelle Informationen finden sich auf den Seiten des Auswärtigen Amtes.

Schäden durch Überschwemmungen können aber auch ganz kurzfristig und ohne Vorwarnung auftreten und den Straßen- und Schienenverkehr beeinträchtigen. Oft dauern diese Behinderungen tagelang an und ganze Regionen werden unzugänglich.

Diebstahl

Besonders in den touristisch stark frequentierten Orten besteht immer die Gefahr von Taschendiebstahl. Bitte lassen Sie Ihr Gepäck nie unbeaufsichtigt und tragen Sie Geld und wichtige Dokumente immer am Körper. Beispielsweise im Brustbeutel oder in einer Gürteltasche.

Speziell in öffentlichen Verkehrsmitteln nutzen Langfinger gerne die Gelegenheit und auch Hotelzimmer sind nicht sicher. Bedenken Sie immer, dass Sie als westlicher Ausländer gerne mal den Jahreslohn eines Indonesiers in der Tasche haben.

Drogen

Drogenbesitz und Drogenhandel sind in Indonesien streng verboten und werden mit drakonischen Strafen bis hin zur Todesstrafe geahndet. Erst Anfang 2013 wurde eine 56-jährige Britin zum Tode verurteilt, sie hatte Kokain nach Bali geschmuggelt.

Verkehr

Die Straßen und der Straßenverkehr in Indonesien sind für Europäer oft ungewohnt. Es gibt zwar Verkehrsregeln, die sich von denen in Europa kaum unterscheiden, aber eingehalten werden sie selten. In der Praxis hat der Stärkere Vorfahrt und das allgemeine Risikobewusstsein ist deutlich niedriger als hierzulande.

Zwar versuchen die Behörden durch Kontrollen die Einhaltung der Regeln durchzusetzen, aber speziell ausserhalb der Städte zeigt das wenig Wirkung. Als Tourist sollten Sie sich dennoch tunlichst an die Regeln halten, die Strafen können empfindlich sein. Speziell die Helmpflicht auf Motorrollern und Motorrädern wird oft kontrolliert.

Leider ist der Zustand der Fahrzeuge und der Straßen manchmal desolat, gerade in ländlichen Regionen ist große Vorsicht geboten. Bei Verkehrsunfällen ist nicht mit Hilfe oder gar juristisch objektiver Aufarbeitung zu rechnen. Als reicher Ausländer bekommt man gerne die alleinige Schuld, unabhängig vom tatsächlichen Verschulden. Es empfiehlt sich einen einheimischen Fahrer zu engagieren.

Alkohol

In den Regionen Bali und Lombok kam es in der jüngeren Vergangenheit zu Zwischenfällen mit gepanschtem Alkohol. Dieser war mit Methanol verunreinigt, es kam zu schweren Methanolvergiftungen mit Fällen der Erblindung und sogar mit Todesfolge.

Verzichten Sie deshalb besser auf den Genuss von offenem Alkohol beispielsweise in Cocktails oder Longdrinks. Das indonesische Bier ist auch nicht übel.

Hilfe im Notfall

Weitere Infos:

Gesundheit und Risiko in Indonesien


Die medizinische Versorgung und vor allem die Rettungsdienste entsprechen in weiten Teilen Indonesiens nicht dem in Europa gewohnten Standard.

Artikelbild: © AsiaTravel / Shutterstock