Seeschlacht in der Straße von Badung

Im Zuge der Besetzung von Bali durch japanische Streitkräfte im zweiten Weltkrieg kam es vom 18. bis zum 20. Februar 1942 zu einer folgenschweren Seeschlacht in der Straße von Badung. In der Nacht des 17. Februar 1942 entsandte Japan eine Invasionsflotte, die unter dem Kommando von Konteradmiral Kubo Kyūji die balinesischen Flugfelder bei Badung (Heute Denpasar) einnehmen sollte.

Die Eroberung dauerte nur wenige Stunden, denn auf Bali waren kaum Truppen stationiert. Beim Rückzug traf die japanische Flotte allerdings auf die zu Hilfe eilenden Amerikanisch-Britisch-Niederländisch-Australischen Verbände (ABDACOM) und es kam zu einem Seegefecht.

Denn obwohl Bali kaum geschützt und eigentlich recht unbedeutend war, konnten japanische Kampfflugzeuge von dort aus den Marinehafen der Niederländer in Surabaja erreichen und auch andere feindliche Ziele kamen nun in Reichweite. Die Japaner gingen aus der Auseinandersetzung siegreich hervor und das obwohl sie zahlenmäßig unterlegen waren und zudem noch zwei Transportschiffe beschützen mussten, die sich nicht wehren konnten.

Der Ablauf

Die ersten Alliierten die vor Bali eintrafen waren die beiden U-Boote USS Seawolf und HMS Truant. Sie beschossen die abziehenden Japaner, richtete allerdings kaum Schaden an und mussten vor den folgenden Wasserbombenangriffen fliehen.

Einige Stunden später versuchten 20 Flugzeuge der US Army Air Force ihr Glück mit einem Angriff, hatten aber ebenso wenig Erfolg. Lediglich der Transporter Sagami Maru wurde beschädigt. Die Japaner setzten nun alles daran, schnell genug nach Norden zu entkommen. Der Kreuzer Nagara und die Zerstörer Wakaba, Hatsushimo und Nenohi schafften es auch, sich dem Gefecht zu entziehen.

Etwas langsamer folgten ihnen die beiden Transportschiffe, die jeweils von zwei Zerstörern begleitet wurden. Gegen Abend traf eine Gruppe aus den Kreuzern Hr. Ms. De Ruyter und Hr. Ms. Java und den Zerstörern USS John D. Ford, USS Pope und Hr. Ms. Piet Hein am Schauplatz ein und eröffnete das Feuer auf die Japaner.

Getroffen wurde allerdings nichts und so setzen die Zerstörer Torpedos ein. Ebenso die Japaner, die damit den Zerstörer Piet Hein trafen und versenkten. Danach kamen die USS Pope und die USS John D. Ford an die Reihe und mussten notgedrungen abdrehen.

Die beiden japanischen Zerstörer Asashio und Oshio beschossen sich in der Dunkelheit etwa 5 Minuten versehentlich gegenseitig, bis sie ihren Irrtum bemerkten. Beschädigt wurde nichts, was die generelle Schwierigkeit eines Seegefechts nur unterstreicht.

Ein paar Stunden danach trafen weitere Kreuzer und Zerstörer der Aliierten ein, beschossen die Japaner, verursachten aber wieder keinen Schaden. Während die Japaner erfolgreicher waren, sie beschädigten den Kreuzer Hr. Ms. Tromp so stark, dass er später nach Australien in die Werft zurückkehren musste. Kurz darauf konnte die Tromp aber doch noch punkten, indem sie die Asashio und Oshio beschädigte. Nun traten weitere japanische Schiffe in den Kampf ein, weshalb die Aliierten kurz darauf abdrehten und das Gefecht beendeten.
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Indonesien, Bali wird indonesisch

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Gegen 6:00 Uhr morgens kam noch eine Gruppe von sieben alliierten Schnellbooten vor Bali an, fand aber keine feindlichen Schiffe mehr vor.

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