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Balistar / Bali-Mynah

Der Balistar oder auch Bali-Mynah genannt, ist eines der bekanntesten Tiere der Insel Bali. Der unter dem wissenschaftlichen Namen Leucopear Rothchildii bekannte Vogel ist leider auch einer der begehrtesten Käfigvögel Asiens, was ihn fast ausgerottet hat.

Balistar im Bali Bird and Reptile Park

Der überaus seltene Balistar ist auch in Gefangenschaft nicht ständig zu sehen, denn er ist überaus scheu

Entdeckt wurde der etwa 25cm große Vogel 1910, wissenschaftlich beschrieben 1912 vom deutschen Ornithologen Erwin Stresemann. Der Name Leucopear Rothchildii wurde ihm zu Ehren des britischen Adligen und Zoologen Lord Rothschild verliehen.

Das Gefieder der Tiere ist weiß mit schwarzen Schwanz- und Flügelspitzen, die Augen sind braun, der Schnabel bläulichgrau und gelb. Auffällig ist die weiße Federhaube auf dem Kopf der Vögel.

Der Balistar ernährt sich von Insekten, hauptsächlich Ameisen und Raupen, sowie von Früchten und Samen. Das Brutverhalten ist fast nur bei Vögeln erforscht die in Gefangenschaft leben, die Brutzeit in Zoos liegt zwischen Mai und Juni, meistens werden drei bis vier Eier gelegt. In freier Wildbahn brüten sie etwas später im Oktober und November. Die Nester werden in Felsspalten, Höhlen oder Nistkästen aus Stroh, Zweigen und sonstigem Baumaterial gebaut.

Derzeit sind nur noch wenige Vögel in freier Wildbahn bekannt, im einzigen Schutzgebiet, dem Taman Nasional Bali Barat im Westen Balis, wurden im März 2004 gerade noch 24 Exemplare gezählt. Obwohl der Handel mit diesem Vogel nach dem CITES-Abkommen verboten ist, beträgt der Schwarzmarktpreis mehrere tausend US-Dollar pro Vogel, was der Nachfrage aber keinen Abbruch tut.

Durch Wilderei und sogar bewaffnete Überfälle auf Zuchtstationen gelangen immer wieder Vögel auf den Markt. Der Balistar wird in Asien gerne als exklusiver und repräsentativer Käfigvogel gehalten. Man schätzt, dass es in Zoologischen Gärten und Volieren mehrere tausend Tiere gibt, genau lässt sich die Zahl aber unmöglich erheben.

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