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Internationales Gehör für Osttimor: Treffen in England

„International Lawyers for West Papua“, kurz ILWP, wurde 2009 gegründet um der Minderheit von Osttimor eine Lobby zu bieten und ihr auch auf internationaler Ebene eine Stimme zu verleihen. Das Ziel liegt in der Erlangung von Selbstbestimmung. Die Durchsetzung soll mit gewaltlosen Mitteln in Form eines Dialoges erfolgen.

Die neue Gewalteskalation in den östlichen Regionen Indonesiens sollte nach Beobachtern keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden – selbst wenn es noch relativ einfach ist, sie mithilfe des Militärs zu stoppen. Anfang März fand in Oxford, England, ein Gipfelgespräch der Juristen zur Problematik „West Papua“ statt. Es wurde davor gewarnt, deren Tätigkeit nur als eine Art „Gruppendiskussionen“ zu betrachten.

Dauerhaftes Konfliktpotenzial um rohstoffreiche Region

Es brodelt nach wie vor- so lässt sich die Situation am besten umschreiben, denn selbst wenn kurzfristig Ruhe erzwungen werden kann, ist der Konflikt noch lange nicht aus der Welt geschaffen. Dies würde eher nur als „Drehen an der Schraube der Gewalt“ verstanden werden. Das Finden einer politischen Lösung ist unabdingbar, um den Konflikt tatsächlich zu bereinigen und den Bewohnern Ruhe und Stabilität zu gewährleisten.

Die Einwohner der wertvollen Region beklagen tiefgreifende Diskriminierungen im Vergleich zu den Einwohnern aus den anderen Teilen des Staates: Die sozialpolitische Maßnahmen sind keinesfalls nicht ausreichend, um faktische Gleichbehandlung umsetzen zu können. Schon alleine der Stellenwert von Bildung trägt weitreichende Konsequenzen für die neue Generation.

Weitere Infos:

ILWP betreibt auch eine Facebook-Seite und hält die Welt damit unmittelbar am Laufenden.


Der indonesische Verteidigungsminister, Purnomo Yusgiantoro, sieht in dem Bestreben keine Bedrohung für die Einheit Indonesiens und weist darauf hin, dass 80 Prozent der Einnahmen auch Osttimor zu Gute kommen würden. Dennoch: 90 Prozent der Menschen in Osttimor leben in Armut.

Die regionalen Führer fordern außerdem einen Abzug der Truppen in den Abbaugebieten – für die Herstellung von Stabilität sei dies keine geeignete Maßnahme. Vielmehr wurden viele Menschen erschossen und die Gewalt hat zugenommen. Seit den 60er Jahren sind Hunderte Papuas getötet worden. Sie fordern ernsthafte Verhandlungen zur Lösung des Konfliktes.

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