Monumen Nasional – Monas

Nationaldenkmal Monumen Nasional Monas, Jakarta, Java, Indonesien

Das Nationaldenkmal Monumen Nasional, kurz Monas in Jakarta. © Aleksandar Todorovic / Shutterstock

Mitten im Zentrum von Jakarta steht seit rund vier Jahrzehnten das Monumen Nasional, das abgekürzt auch als Monas bezeichnet wird. Dieses indonesische Nationaldenkmal verkörpert die Unabhängigkeit Indonesiens. Der Turm mit einer Gesamthöhe von etwa 132 Metern wurde auf dem Medan Merdeka errichtet, einem riesigen begrünten Platz mit einer Fläche von ungefähr einem Quadratkilometer. Dadurch wird dem Monas genug Luft zugestanden, um auch in einer ansonsten dicht bebauten Großstadt mit Wolkenkratzern zu wirken

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[/artikel-vorschau][hr]Die Basis des Monumen Nasional bildet ein becherförmiger, nach oben hin breiterer Sockel. Darauf setzt ein mit italienischem Marmor verkleideter Obelisk auf. Diese beiden Teile sollen yoni und lingam darstellen, Mörser und Stößel – zwei traditionelle indonesische Werkzeuge. Im weiteren Sinne handelt es sich um zwei im Hinduismus bedeutsame Formen, die einen Schoß und eine Art Phallus repräsentieren und zusammen die Einheit von Mann und Frau verkörpern sollen., aber auch Harmonie, Fruchtbarkeit und ewiges Leben. Auf der Spitze des Obelisken befindet sich eine Flamme aus Bronze, die den Geist des Kampfes um die Unabhängigkeit Indonesiens symbolisiert. Die Flamme allein wiegt 14,5 Tonnen und ist bei sechs Metern Durchmesser 14 Meter hoch. Ihre Oberfläche ist mit Gold überzogen. Für die Indonesier ist das Monumen Nasional eine Gedenkstätte. Denn 1945 erlangten die sie die Unabhängigkeit von Japan. Darüber hinaus ist es ein Museum und einer der wohl besten Aussichtspunkte, um Jakarta in seiner vollen Pracht von oben bewundern zu können.

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Anreise zum Monumen Nasional:

Das mit 132 Metern Höhe kaum zu übersehende Monumen Nasional befindet sich auf dem Medan Merdeka, einem riesigen begrünten Platz mit einer Fläche von ungefähr einem Quadratkilometer. Dieser Platz liegt im Zentrum von Jakarta und ist von allen Teilen der Stadt gut mit dem Bus zu erreichen, zudem liegt an der Ostseite die Bahnstation Gambir. Taxifahrer kennen das Denkmal natürlich ebenfalls und die meisten Hotels können Touren dorthin anbieten.

Koordinaten: Süd 6°10’31.41 Ost 106°49’37.87

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Bereits in den Außenanlagen des Nationaldenkmals wird ein Teil der indonesischen Geschichte in Form von Reliefs dargestellt, der von den Anfängen bis zur den neueren Entwicklungen reicht. Das National History Museum ist unterhalb des Monumen Nasional untergebracht. 51 Dioramen zeigen den Verlauf der Geschichte Indonesiens bis ins 20. Jahrhundert abermals sehr anschaulich. Der Sockel beinhaltet die Hall of Independece (Ruang Kemerdekaan), die durch Treppen von der Nord- und Südseite aus erreichbar ist. Ein Glaskasten an der Innenseite der westlichen Tür enthält den Originaltext der Unabhängigkeitserklärung. Der Sockel selbst bildet mit seinen 17 Metern Höhe eine erste Aussichtsplattform. An der Südseite des Monuments gibt es einen Lift, der zur oberen Aussichtsplattform des Obelisken führt. Aus 115 Metern Höhe kann man sich hier einen Überblick über große Teile von Jakarta verschaffen. Die Zahlen 17, 8 und 45 wurden in die Dimensionen des Denkmals mit einbezogen. Sie stehen für den 17. August 1945 als den Tag, an dem die Unabhängigkeit Indonesiens proklamiert wurde. Die untere Aussichtsplattform misst 45 x 45 Meter, die Halle des Museums ist 8 Meter hoch, der Sockel 17 Meter.

Soekarnos Wunsch nach einem Nationaldenkmal

Planung und Bau des Monas zogen sich über zwei Jahrzehnte hin. Knapp zehn Jahre nach der Erlangung der Unabhängigkeit Indonesiens und wenige Jahre nach der Rückkehr der Regierung nach Jakarta erwachte beim damaligen Staatspräsidenten und Wegbereiter der Unabhängigkeit Soekarno der Wunsch nach einem Nationaldenkmal. Ihm schwebte eine Konstruktion vor seinem Präsidentenpalast vor, die mit dem Eiffelturm in Paris vergleichbar sein sollte. Ein entsprechendes Komitee wurde einberufen und im Laufe der Jahre mehrere Designwettbewerbe ausgeschrieben. Der Charakter Indonesiens sollte sich in einem Bauwerk widerspiegeln, das Jahrhunderte überdauert. Die eingereichten Entwürfe wurden jedoch nicht den Anforderungen der Ausschreibung und den Vorstellungen Soekarnos gerecht, so dass sich ein möglicher Bau immer weiter verzögerte. Auch die wirtschaftliche Lage in Indonesien machte ein so großes Vorhaben lange Zeit nur schwer finanzierbar.

Schließlich arbeitete der Architekt Soedarsano mit den Entwürfen von Frederich Silaban, die bereits Gefallen gefunden hatten, weiter. Baubeginn war unter Mitwirkung von Präsident Soekarno persönlich im Jahr 1961 am 16. Jahrestag der Unabhängigkeit. Die Errichtung des Monas erfolgte in drei großen Baublöcken. Finanzielle Engpässe und gegen Ende auch technische Probleme sorgten immer wieder für Verzögerungen, so dass die Eröffnung erst am 12. Juli 1975 erfolgen konnte.

Tipps für einen Besuch des Monumen Nasional

Gerade an Wochenenden und Feiertagen wird das Monumen Nasional naturgemäß auch von vielen Indonesiern besucht. Man muss aber auch immer mit Schulklassen rechnen. Wer das Monument nicht nur von außen betrachten möchte, sollte sich recht früh am Tag auf den Weg machen, denn Museum und Aussichtsplattformen sind nur zwischen 8 und 15 Uhr geöffnet. Um langen Schlangen zu entgehen, trifft man am besten schon eine Weile vor den Öffnungszeiten am Monas ein.
Der Eingang liegt ein wenig versteckt, denn er befindet sich nicht gleich am Sockel, sondern etwa 100 Meter nördlich. Das Nationaldenkmal ist von dort aus über einen Tunnel zu erreichen. Sowohl für das Museum als auch die Aussichtsplattformen sind Eintrittskarten vor Ort separat erhältlich.

Es bietet sich an, den Besuch des Monumen Nasional mit einem Besuch des indonesischen Nationalmuseums Gedung Gajah an der Westseite, dem Taman Prasasti Museum im Nordwesten oder der indonesischen Nationalgalerie im Südosten des Platzes zu verbinden. Der Bereich um den Medan Merdeka und das Nationaldenkmal ist verkehrstechnisch gut erschlossen. Bushaltestellen befinden sich um den ganzen Platz verteilt. Auf der Ostseite liegt zudem die Bahnstation Gambir.

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