Tuff / Paras

Das meistverwendete Ausgangsmaterial für die Bildhauer auf Bali ist der weiche, hellgraue Tuff vulkanischen Ursprungs, den es auf der Insel überall gibt. Er wird an den Flussufern gebrochen und gleich noch vor Ort zu Blöcken verschiedener Größe verarbeitet.

Der Begriff Tuff kommt vom italienischen tufo oder dem lateinischen tofus und wird auch Tuffstein genannt. Das Material ist vulkanischen Ursprungs und kann Pyroklasten aller möglicher Korngrößen enthalten. Wobei es hier zahlreiche Untergruppen und diverse Definitionen gibt, denn Tuff ist nicht gleich Tuff.

Früher wurde alles als Tuff bezeichnet, das aus verfestigten pyroklastischen Ablagerungen aller Korngrößen bestand. Die IUGS (International Union of Geological Sciences) bezeichnet Tuff dann als solchen, wenn er zu mehr als 75% aus vulkanischer Asche (< 0,2cm) besteht. Zwischen 25 und 75% spricht man von Tuffit. Die Bezeichnung Tuff-Brekzie steht für ein pyroklastisches Gestein, das zwischen 25 und 75% aus vulkanischen Bomben oder Blöcken besteht. Während der Lapilli-Tuff aus weniger als 25% vulkanischen Bomben und Blöcken besteht. Der Aschen-Tuff besteht aus mehr als 75% vulkanischer Asche, wobei man hier wiederum in groben und feinen Aschentuff unterscheiden kann. Weitere Bezeichnungen richten sich nach der mineralogischen Zusammensetzung oder der Art der Entstehung des Gesteins. [info align="right"]Weitere Infos:

Bildhauer, Schnitzer und Architekten

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Weltweit kommt dem Tuff eine große Bedeutung als Baustoff zu. Er ist leicht zu verarbeiten und er hat aufgrund der Lufteinschlüsse gute Dämmeigenschaften.

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