Fast der ganze Westen Balis wird vom Nationalpark, dem Taman Nasional Bali Barat bedecktWer einmal wirklich unberührte Natur und seltene Tiere beobachten möchte, der kann das im einzigen Nationalpark der Insel Bali tun. Der 1983 eröffnete „Taman Nasional Bali Barat“ oder auch „West Bali National Park“ bzw. „Bali Barat Nationalpark“ bedeckt mit seinen 780 Quadratkilometern den größten Teil Westbalis in den Regionen Jembrana und Buleleng. In seinem Gebiet liegen einige imposante Berge der Insel Bali, wie der Gunung Mesehe, der Gunung Musi, der Gunung Merbuk, der Gunung Sanglang, der Gunung Kelatakan, der Gunung Prapat Agung und die höchste Erhebung des Parks der Gunung Patas mit 1.580 Metern Höhe.
Auf den Anhöhen bieten sich im Taman Nasional Bali Barat wunderschöner Blicke über geheimnisvolle Täler
Das Boot eines balinesischen Fischers an der Mangrovenküste des Nationalparks wartet auf seinen nächsten Einsatz
Ein Ficus, bei uns allenfalls zwei Meter groß, steht hier als ausgewachsener Baum und das hier ist nicht der Größte
Der Taman Nasional Bali Barat bringt wunderschöne Bäume hervor, der Lebensraum für eine faszinierende Tier- und Pflanzenwelt
An der Küste bietet der Taman Nasional Bali Barat verzweigte Mangrovenwurzeln so weit das Auge reicht
Auch Totholz gehört dazu, es ist die Basis für eine Vielzahl an neuen Pflanzen wie diese Pilze hier
Durch den Taman Nasional Bali Barat schlängeln sich geheimnisvolle Bäche. Dieser hier ist zu Fuß leicht zu durchwaten
Abseits der Pfade gibt es im Nationalpark nur undurchdringlicher Dschungel. Man benötigt einen Führer um sich zurechtzufinden
Der Taman Nasional Bali Barat ist nicht nur undurchdringlich, ab und zu findet sich auch eine Lichtung im Sonnenschein
Bei Flut kommt man zu Fuß nicht weit. Aber auch mit dem Boot ist das Durchkommen nicht leicht
Dieser Baum hat seine Zeit hinter sich und gibt wieder Lebensraum für neue Bäume. Im Nationalpark regelt das die Natur
Diese Pflanze kennt man hier als Topfpflanze. Allerdings keine zwei Meter groß wie dieses prächtige Exemplar
Dieses paradiesische Refugium für bedrohte Tiere beheimatet unter anderem das vom Aussterben bedrohte Banteng-Rind, Affen, einige Rotwildarten und vor allem seltene Vögel wie der Balistar. Dieser vom Aussterben bedrohte Vogel (Leucopear Rothchildii) ist nur etwa so groß wie eine Amsel, trägt aber ein auffälliges weißes Federkleid. Leider soll es nur noch etwa 20 Exemplare geben, ihn zu sehen ist also Glückssache. Der dort früher beheimatete balinesische Tiger ist leider trotzt des Nationalparks ausgestorben. Für Ornithologen ist die unberührte Landschaft ein wahres Paradies, rund 300 Vogelarten lassen sich hier beobachten. Zudem finden sich Schlangen, Leoparden, Zibethatzen und Wildschweine.
Sie alle leben in einem der abwechslungsreichsten Gebiete der Insel. Immergrüne Urwälder, Monsunwälder und Palmsavannen wechseln sich ab mit Mangrovensümpfen an den Küsten und atemberaubenden Korallenriffen.Alles durchzogen von nur wenigen schmalen Wanderwegen, die man ohne Führer allerdings nicht betreten darf. Man möchte damit die Besucherscharen in verträglichen Grenzen halten, auch das Übernachten ist im Park strengstens verboten. Verwaltet wird er vom Indonesischen Forestry Service (PHPA). Eine Genehmigung und einen Führer für den Park bekommt man beispielsweise im 25 km von Pemuteran und ca. 3 km südlich von Gilimanuk liegenden Cekik oder bei der Rangerstationen in Labuhan Lalang an der Terima-Bucht. Die größeren Hotels sind hier gerne behilflich.
Es werden halb- oder ganztägige Touren angeboten, es empfiehlt sich den Nachmittag zu meiden, wegen der Moskitos. Auch Tauch- und Schnorcheltrips kann man in der Bali-Straße unternehmen, diese sind wegen der starken Strömung aber nicht für Anfänger geeignet. Rund um die kleine Halbinsel Prapat Agung im äußersten Nordwesten des Parks gibt es einen kleinen versteckten Pfad. Besucher mit guter Kondition, umrunden die Halbinsel in 10 Stunden. Außer Wandertouren kann man auch Mountainbike fahren, Reiten, Schnorcheln und natürlich Tauchen.
Anreise zum Nationalpark:
Der Taman Nasional Bali Barat bedeckt den größten Teil Westbalis, ist also nicht zu verfehlen, auch wenn er rund 140km von Denpasar entfernt liegt. Am besten erschlossen ist der nordwestliche Teil des Parks, eine beliebte Ausgangsbasis ist die Terima-Bucht oder die Orte Cekik oder Gilimanuk.
Koordinaten: Süd 8°17’04.51 Ost 114°44’30.04
Aktivitäten
Wandern, Tiere beobachten oder einfach die Natur auf sich wirken lassen. Das sind die Aktivitäten die der Nationalpark ermöglicht. Führer und die Genehmigung für den Park bekommt man im ca. 3 km südlich von Gilimanuk liegenden Cekik oder bei der Rangerstationen in Labuhan Lalang an der Terima-Bucht.
Es gibt verschiedene Touren, es empfiehlt sich den Nachmittag zu meiden, wegen der Moskitos. Auch Tauch- und Schnorcheltrips werden in der Bali-Straße angeboten, diese sind wegen der starken Strömung aber nicht für Anfänger geeignet.
Besondere Ausrüstung ist zwar nicht erforderlich, lange Kleidung, feste Schuhe und ein wirksamer Insektenschutz sollten aber schon sein. Ein Fernglas oder ein langes Teleobjektiv machen Sinn.