Top-Reiseangebote

Fotografieren auf Reisen: Das Stativ

Immer häufiger werden Fragen an das Team von sunda-spirit.com gestellt, die sich um das Fotografieren auf Bali drehen. Offenbar wird das Fotografieren als Hobby immer beliebter, sehr viele Reisende begnügen sich nicht mehr mit der Kompaktkamera und den Fotomotiven die sich zufällig am Wegesrand finden, sondern wollen ihre fast professionelle Ausrüstung auf die besten Motive der Insel ansetzen.

Da ich selbst sehr gerne fotografiere, möchte ich an dieser Stelle hin und wieder Tipps geben, zum Fotografieren auf Bali und im Rest der Welt. Heute geht es um ein Teil der Ausrüstung, das oft ein rechtes Mauerblümchendasein fristet, das Stativ.

Während alle Welt über Kameras und Objektive fachsimpelt, wird beim Stativ oft gespart, mit unangenehmen Folgen. Gerade Stative die auf Reisen eingesetzt werden, sollten nämlich einige Kriterien erfüllen um überhaupt nutzbar zu sein. Ich selbst habe einige ausprobiert und bin momentan mit einem Giottos unterwegs, genauer gesagt einem Carbonstativ MH 5310 mit einem Kugelkopf, mit dem ich sehr zufrieden bin.

Aber nun ein paar allgemeine Überlegungen zur Auswahl eines geeigneten Produktes

Das Gewicht

Wer seine Ausrüstung nicht nur im Auto spazieren fährt sondern sie auch mal über längere Strecken tragen muss, weis wovon hier die Rede ist. Auf Bali liegen die schönsten Fotomotive nicht unbedingt neben einem Parkplatz, oft muss man weit zu Fuß laufen, man denke nur an den Fußweg zum berühmten Wasserfall Git Git oder an die Vulkane wie Gunung Batur oder Gunung Agung.

Ein Stativ, das auf Reisen eingesetzt werden soll, muss also möglichst leicht sein.

Das Packmaß

Auch das ist wichtig, denn je kleiner sich ein Stativ zusammenfalten lässt, desto weniger Platz nimmt es beim Transport weg. Speziell bei der Anreise im Flugzeug muss es zumindest in den Koffer passen. Der Markt hält allerdings einige Stative bereit, die sich erstaunlich klein zusammenklappen lassen.

Wichtig zu beachten ist hier die Arbeitshöhe, also die maximale Höhe zu der es ausgefahren werden kann. Stative die Stehhöhe erreichen haben natürlich ein größeres Packmaß als jene, die nur auf eine Meter Höhe kommen. Wobei Stehhöhe gar nicht immer erforderlich ist, die ist zwar bequem, die wirklich guten Motive finden sich aber selten auf Augenhöhe.

Die Stabilität

Ein Aspekt der den beiden ersten Punkten oft diametral entgegensteht ist die Stabilität. Was nützt ein ultraleichtes und kleines Stativ, wenn es beim ersten Lufthauch wackelt oder die Kamera gar überhaupt nicht tragen kann. Gerade die oft verlockenden Billigangebote wie sie im Web immer wieder zu finden sind, halten hier selten was sie versprechen. Entweder stehen sie von Hause aus schon wackelig auf den Beinen, oder die Verschlüsse machen nach kurzer Zeit schlapp, auch Billigstative, die einfach weggeknickt sind, habe ich schon erlebt. Meist verbunden mit immensen Schäden an Kamera und Objektiv.

Trotz aller Leichtigkeit muss ein Stativ stabil genug sein um Kamera und Objektiv sicher tragen zu können. Hier behilft man sich mittlerweile oft mit dem Material, neben dem leichten Aluminium kommt immer öfter das noch leichtere Carbon zum Einsatz. Dennoch sollte man sich sein Stativ am besten vorher im Fachgeschäft ansehen und vielleicht auch die eine oder andere Meinung im Web einholen.

Der Kopf

Der Kopf ist die Verbindung zwischen dem Stativ und der Kamera. Hier gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten, einmal ein 3-Wege-Neiger oder ein Kugelkopf. Der Neiger erlaubt es, jede Neigerichtung der Kamera separat einzustellen ohne die andere anzutasten. Damit lässt sich der Bildausschnitt sehr exakt einstellen, was speziell diejenigen unter den Fotograden freut, die gerne so lange am Bildausschnitt basteln bis er perfekt ist.

Der Nachteil eines Neigers sind seine Hebel, die naturgemäß in alle Richtungen abstehen, denn die vergrößern das Packmaß. Diesen Nachteil haben Kugelköpfe nicht, die haben keine Hebel und sind sehr klein. Dafür ist das Einstellen manchmal schwierig, denn löst man den Kopf, kann sich die Kamera in alle Richtungen neigen, es erfordert etwas Übung mit einem Kugelkopf sicher zu arbeiten. Aber letztendlich ist es eine Geschmacksfrage, der eine bevorzugt den Neiger, der andere den Kugelkopf, manche arbeiten abwechselnd mit beiden.

Der Preis

Ein Punkt, der ganz bewusst zuletzt genannt wird ist der Preis. Klar muss man sich ein Stativ auch leisten können und es gibt durchaus Hersteller deren Stative teurer sind als die Kameras die sie tragen.

Weitere Infos:

Hier geht es zur Website des Herstellers: www.giottos.de


Das muss nicht unbedingt sein, aber bei der Auswahl eines geeigneten Stativs sollte der Preis nicht die Hauptrolle spielen. Besser ein paar Euro mehr investiert, denn so ein Stativ kann bei guter Pflege leicht ein ganzes Fotografenleben lang halten.

Weitere Artikel aus der Kategorie Reise & Reportagen

Warum Überwintern auf Bali ähnlich wie auf Teneriffa ist

Warum Überwintern auf Bali ähnlich...

Während in Deutschland Schnee, Eis und bitterkalte Temperaturen toben, macht es sich so mancher Auswanderer und Langzeiturlauber auf fernen Inseln gemütlich. Bei rund 30... mehr

Mit dem Feuerwagen durch Java

Mit dem Feuerwagen durch Java

Per pedes, mit dem Fahrrad, mit Bussen oder einem privaten Fahrer, die Möglichkeiten, Java zu bereisen, sind so vielfältig wie die Insel selbst. Manche sind mühsamer und... mehr

Karimunjawa Islands: Eine Auszeit von der Auszeit

Karimunjawa Islands: Eine Auszeit von...

Zugegeben, auf Java kann der Indonesientourist einiges erleben: Kultur, Abenteuer, pulsierende Städte und Vulkane stehen auf dem Programm. Doch manchmal sehnt man sich einfach... mehr

Indonesien in 13 Tagen per Kreuzfahrt Erkunden

Indonesien in 13 Tagen per Kreuzfahrt...

Kreuzfahrten erfreuen sich weltweit steigender Beliebtheit. Auch die Deutschen sind auf den Geschmack gekommen. Rund 2,2 Millionen Deutsche verbringen jedes Jahr ihren Urlaub... mehr